Flucht in den Liebes-Urlaub am Schwarzen Meer

Der grüne Schatzmeister und sein Rotlicht-Schätzchen

Claudia Keikus
Lesezeit 2 Min

Potsdam - Eine rassige Bulgarin und ein Liebesurlaub am Schwarzen Meer. Die Spur des betrügerischen Grünen-Schatzmeisters aus Brandenburg führt in den Balkan. Christian Goetjes (33) soll sich samt der unterschlagenen 40 000 Euro dorthin abgesetzt haben. Ermittler des Landeskriminalamtes verfolgten den Weg das Geldes dorthin.Immer mal wieder ein paar Hunderter oder Tausender: Schon vor einiger Zeit hatte Goetjes damit begonnen, Geld auf das Konto einer Bulgarin zu überweisen - telegrafisch, über den weltweiten Finanzdienstleister Western Union. Dass deshalb das Landeskriminalamt Brandenburg gegen ihn wegen Geldwäsche ermittelt, soll Goetjes nicht gewusst haben.Die Ermittler glauben allerdings, dass er jetzt Wind davon bekam, die Konten der märkischen Grünen leerte und Anfang der Woche zu seiner Freundin flüchtete. Seine Kündigung schickte er per E-Mail (KURIER berichtete). Es gibt Gerüchte, laut denen die Frau enge Kontakte ins Berliner Rotlichtmilieu hatte. Dass seine Freundin drogensüchtig war, soll Christian Goetjes vor einiger Zeit Bekannten erzählt haben. Der Politiker und die Rotlicht-Frau sollen demnach schon länger ein Paar sein.Seine Eltern meldeten ihren Sohn vor einer Woche als vermisst. Bis dahin hätte niemand Christian Goetjes so ein Verbrechen zugetraut. Schon zu seiner Schulzeit war er stark engagiert. Goetjes war Schülersprecher im Marie-Curie-Gymnasium von Hohen Neuendorf, später Vorsitzender des Landesschülerrates. Den Posten des Grünen-Kassenwarts übernahm er ehrenamtlich im Jahr 2000, offiziell war Goetjes Student.Jetzt fand die Polizei heraus, dass er schon seit fast einem Jahr lang nicht mehr an der Hochschule für Wirtschaft und Recht eingeschrieben ist.------------------------------BU: Zwar ist es an den Sonnenstränden Bulgariens auch noch bitterkalt. Das Rotlicht-Schätzchen wird den Grünen-Schatzmeister schon wärmen.

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