Florian Hübner

Jetzt kann der Abwehrchef dem 1. FC Union richtig helfen

Der 27-Jährige feierte Debüt gegen St. Pauli mit mehr Licht als Schatten.

BK
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Viel hilft viel: Florian Hübner kommuniziert oft mit den Teamkollegen.

Viel hilft viel: Florian Hübner kommuniziert oft mit den Teamkollegen.

© imago/Camera 4

Und auf einmal war da –  Florian Hübner!  Nicht, dass der 27-Jährige nicht als Abwehrchef bei den Eisernen vorgesehen gewesen war. Doch  die ständigen Wegbegleiter der Köpenicker hatten zuletzt den Eindruck gewonnen, dass Unions Trainer Urs Fischer der Ex-Hannoveraner erst nach der Länderspielpause ins Rennen werfen würde.

Einen Verdacht, den der Schweizer noch genährt hatte, weil er auf das Testspiel in der kommenden Woche gegen die Grasshoppers Zürich verwiesen hatte  und Hübner auch nicht mit nach Kopenhagen schicken wollte.

Nun feierte der Neuzugang von Hannover 96, der in der Vorbereitung wochenlang mit  hartnäckigen muskulären Problemen zu kämpfen hatte beim 4:1 gegen St. Pauli sein Startelfdebüt.

Praxis ist unersetztlich

Mit Licht und Schatten, wie Fischer anmerkte. „Ich glaube, er hatte schon 15, 20 Minuten  ein wenig Mühe ins Spiel zukommen. Es war dann auch wichtig, dass er in die Zweikämpfe gekommen ist. Das gibt Selbstvertrauen“, hatte der 52-Jährige beobachtet. Auch ihm war klar, dass Matchpraxis durch nichts zu ersetzen ist. „Dass er nicht vom Rhythmus  her auf dem gleichen Niveau wie seine Kollegen ist, das ist normal. Man hat es am Ende des Spiels dann auch gemerkt, da war er dann schon recht kaputt“, so Fischer weiter.

Hübner selber war glücklich: „Es hat sich natürlich wunderbar angefühlt nach längerer Zeit und vor allem nach dem Verletzungspech für Union zu spielen. Es hat riesig Spaß gemacht mit so geilen Fans im Rücken zuspiele“, meinte der 27-Jährige.

Der Leidtragende war dadurch  Michael Parensen, der in der Vorwoche in Köln sein 200. Zweitligaspiel für die Eisernen absolviert hatte und dafür eine dicken Blumenstrauß vor dem Kick gegen St. Pauli in die Hand gedrückt bekam.

Wenn es normal weiter geht, werden diese zarten Pflänzchen  verwelkt sein, ehe Unions Zweitligarekordspieler wieder ein Startelfspiel bekommt. Denn es ist ja klar, dass Hübner mit mehr Matchpraxis noch mehr Sicherheit und Ausstrahlung auf den Platz bekommen wird.   

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