Noch brodelt es bei der Berliner Feuerwehr. Auch 2017 fehlte es erneut an Personal, an Fahrzeugen und an einer angemessenen Bezahlung der Lebensretter.
16 Millionen Euro für 94 neue Rettunswagen
Allein im Rettungsdienst waren die Mitarbeiter froh darüber, wenn sie nicht sehr viel länger als zehn Minuten vom Notruf bis zum Patienten unterwegs waren. Man sei an der Leistungsgrenze, so Retter. Ausnahmezustände im Rettungsdienst wurden zur Normalität. Dafür waren auch die 6735 wetterbedingten Einsätze mitverantwortlich, darunter das Sturmtief „Xavier“.
Innensenator Andreas Geisel (SPD) sprach am Mittwoch davon, dass die „Trendwende eingeleitet“ wurde. So sollen in diesem und im folgenden Jahr für 16 Millionen Euro 94 neue Rettungswagen und Notarztfahrzeuge beschafft werden. Außerdem sollen 14 neue Löschfahrzeuge gekauft werden. Die Jahre zuvor gab es lediglich einen neuen Löschwagen. Man habe die Zeichen der Zeit also erkannt, so Geisel.
Zahl der Notrufe ist alarmierend
Derzeit sind 87 Prozent der 108 Lösch-und Hilfeleistungsfahrzeuge älter als die vorgegebene Nutzungsdauer von 14 Jahren. Auch bei der Personalplanung wurden 354 neue Stellen geschaffen. Dennoch bat Geisel um Geduld. Die neuen Retter müssten erst ausgebildet werden. Das dauert mitunter drei Jahre. Außerdem soll die Besoldung verbessert werden, damit der Job bei der Feuerwehr attraktiv bleibt.
Die Gesamtzahl der Einsätze stieg um 3995 auf 45.8138 im Vergleich zum Vorjahr, trotz weniger Rettungseinsätze und dem Rückgang von Bränden. Im Zehnjahresvergleich ist die Zahl der Notrufe im Rettungsdienst allerdings alarmierend. Seit 2007 wurden 50 Prozent mehr registriert. Der Grund: Die Bürger wählen schneller die 112 und es gibt mehr Einwohner. 31 Menschen starben bei Bränden.
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