Kreuzberg

Feuer in Berliner Pflegeheim: Ein Toter, 25 Verletzte

Großeinsatz in Berlin-Kreuzberg: Bei einem Brand in einer Pflegeeinrichtung stirbt ein Mensch. 25 Bewohner werden verletzt.

Foto von Autor/Autorin: Kay Schöphörster
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Feuerwehr und Polizei stehen am Einsatzort. In einer Pflegeeinrichtung in Berlin-Kreuzberg sind Menschen bei einem Brand verletzt worden.

Feuerwehr und Polizei stehen am Einsatzort. In einer Pflegeeinrichtung in Berlin-Kreuzberg sind Menschen bei einem Brand verletzt worden.

© Michael Ukas/dpa

Großeinsatz in Berlin-Kreuzberg: Bei einem Brand in einer Pflegeeinrichtung ist ein Mensch ums Leben gekommen. Zudem wurden 25 Bewohner verletzt, einer von ihnen schwebt nach Angaben der Feuerwehr in Lebensgefahr.

Das Feuer war am Samstagvormittag in einem Patientenzimmer der Einrichtung in der Waldemarstraße ausgebrochen. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand das Zimmer bereits in Vollbrand. Dichter Rauch breitete sich rasch in Teilen des Gebäudes aus und sorgte für dramatische Szenen.

Für einen Bewohner kam jede Hilfe zu spät. Die Person starb infolge des Brandes. Ein weiterer Betroffener erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Rettungskräfte mussten ihn noch vor Ort reanimieren, bevor er in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Viele Bewohner erleiden Rauchgasvergiftungen

Nach Angaben der Feuerwehr wurden insgesamt 25 Menschen verletzt. Die meisten von ihnen kamen mit vergleichsweise glimpflichen Folgen davon. Bei 24 Betroffenen wurden vor allem Rauchgasvergiftungen festgestellt.

Wegen der hohen Zahl an Verletzten wurde ein sogenannter Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgerufen. Die Berliner Feuerwehr rückte daraufhin mit einem Großaufgebot an. Zeitweise waren rund 160 Einsatzkräfte vor Ort, um die Bewohner zu retten, das Feuer zu bekämpfen und die medizinische Versorgung sicherzustellen.

Einrichtung in Kreuzberg komplett geräumt

Während die Flammen bekämpft wurden, brachten Feuerwehrleute und Rettungskräfte sämtliche Bewohner aus dem Gebäude in Sicherheit. Die Pflegeeinrichtung wurde vollständig evakuiert.

Anschließend begann die aufwendige Versorgung der Betroffenen. Behörden prüften, welche Bewohner zur weiteren Behandlung in Kliniken gebracht werden müssen und wer vorübergehend in anderen Einrichtungen unterkommen kann.

Trotz der dramatischen Lage gelang es den Einsatzkräften schließlich, den Brand unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern.

Ursache des Feuers noch unklar

Warum das Feuer ausbrach, ist bislang nicht bekannt. Brandermittler der Polizei haben die Untersuchungen aufgenommen. Sie sollen nun klären, wie es zu dem verhängnisvollen Brand in dem Patientenzimmer kommen konnte.

Rund um die Waldemarstraße kam es während des Großeinsatzes zu umfangreichen Sperrungen. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge blockierten die Straßen, Anwohner und Autofahrer mussten mit erheblichen Verkehrsbehinderungen rechnen.

Für die Bewohner, Angehörigen und Mitarbeiter der Einrichtung bleibt der Schock jedoch weitaus größer: Ein gewöhnlicher Vormittag verwandelte sich innerhalb weniger Minuten in eine Tragödie mit einem Todesopfer und zahlreichen Verletzten.

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