Er soll nach zunächst einvernehmlichen Fesselspielen mit Leila (24) und Elena (26) ausgetickt sein. Weil sich Hure Elena nicht ans Bett ketten lassen wollte. Sie griff ihm zwischen die Beine, zog, kratzte. Tewaag, mehrfach vorbestraft, schlug zu, brach ihr das Jochbein. Seine Version: „Es war ein Befreiungsschlag im Reflex.“ Weil Elena wie eine Furie gezogen, nicht losgelassen habe. Ben Tewaag: „Ich wusste zuerst nicht, ob da unter was abgerissen ist.“
Ihm sei schlecht geworden. Tewaag versicherte: „Ich hatte Risse am Hoden.“ Und Kratzer, die Elena mit ihren Fingernägeln verursachte. Die schöne Elena, Expertin für erotische Massagen, will sich gewehrt haben: „Er hat auf mein Nein nicht gehört, drückte mich aufs Bett.“ Leicht spöttisch vor Gericht ihr Blick, als er nun über sein Elend sprach. Ben Tewaag erinnerte sich: „Ich habe eiskalt gebadet.“ Als es nicht mehr blutete, habe er festgestellt: „Muss nicht genäht werden.“
War der Faustschlag am 11. Juni 2013 in seiner Wohnung in Prenzlauer Berg tatsächlich Reflex und Notwehr? Ein Gutachter sagte zu dem den Hoden-Angriff: „So ein Ziehen führt zu einem massiven Schmerz. Eine Reaktion ist da normal.“
Elena C., die als Bekannte und nicht als gebuchte Hure bei Tewaag war, sprach aber von einer kleine Pause zwischen Schelle und Hieb. Der Gutachter meinte: „Eine verzögerte Reaktion? Hängt von der Persönlichkeit ab.“ Der Prozess wird am 6. Juli fortgesetzt. KE.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com