Fernbus-Anbieter versprechen preisgünstige Reisen. Aber das heißt nicht, dass die Kunden für den Spar-Tarif alles in Kauf nehmen müssen. Man will sich darauf verlassen können, dass Termine, Verabredungen oder Anschlussfahrten nicht durch Verspätungen bedroht sind. Das Problem: Mehr als 60 Prozent aller Flixbusse, die in Berlin vom ZOB losfahren, haben eine Verspätung von über 15 Minuten. Für einige Verbindungen beträgt die Verspätung im Schnitt sogar 50 Minuten.
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Viele kürzere Flixbus-Fahrten betroffen
Wenn man bedenkt, dass Flixbus rund drei Viertel des Fernbusmarktes beherrscht, sind von dem Zu-spät-Problem ganz schön viele Reisende betroffen. Schätzungen zufolge werden dieses Jahr rund 5,6 Millionen Fahrgäste am ZOB in Fernbusse ein- oder aussteigen.
Gerade bei den innerdeutschen Strecken fällt auf, dass das Prinzip „lange Reise, große Verspätung“ nur bedingt gilt. Laut RBB-Bericht sind auch viele kürzere Flixbus-Fahrten betroffen – etwa entlang der Achse Berlin-Leipzig. Ziele wie Hohnstein, Ilmenau, Pirna und Bad Schandau liegen nicht einmal vier Stunden entfernt, werden aber im Schnitt mit etwa 40 Minuten Verspätung erreicht. Und: Busreisen, die von Potsdam, Cottbus, Bernau oder Frankfurt (Oder) zunächst über Berlin führen, enden ebenfalls oft in der Verspätungsfalle.
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Flixbus-Verspätungen wegen Berliner Verkehr?
Flixbus kommt nach eigenen Berechnungen zu einer anderen Verspätungsquote als der RBB: Sie liege nicht bei über 60, sondern bei unter 25 Prozent. Aber das hieße immer noch, dass etwa jede vierte Fahrt verspätet am Zielort ankommt.
Den Grund für das Problem sieht man bei Flixbus darin, dass sich die Fernbusse des Unternehmens durch den notorisch dichten Berliner Verkehr quälen müssen. Diesen Nachteil hat die Bahn nicht. Unter dem Marken-Namen Flixbus fahren Busse in 2500 Orte in fast 30 europäischen Ländern.
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