Ferienlager: Wie schütze ich mein Kind?

Nach den Gewaltorgien in Ameland

AMA
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Osnabrück - Spaß, Abenteuer, Urlaub ohne Eltern. Vier Millionen Mädchen und Jungen nehmen jedes Jahr an Jugendreisen teil. Doch was in dem Ferienlager auf der holländischen Insel Ameland passierte, schockt Deutschland. Wie kann man sein Kind schützen?13 Jungen (13 bis 16) setzten während einer Jugendreise mindestens sechs Opfer (13) nächtelang unfassbaren Sex-Qualen aus. "Der Fall ist keine Seltenheit", sagt die Kriminalpsychologin Prof. Sabine Nowara von der Kölner Uni. In ihren Studien kam sie laut "Stern.de" in NRW auf 300 Fälle, in denen Jugendliche und Kinder andere sexuell misshandelten.Diplom-Sozialpädagoge Oliver Schmitz erklärt, worauf Eltern achten sollten, wenn sie die Kinder in den Urlaub schicken:1. Informieren Sie sich über das Programm. Abwechslungsreiche Aktionen zeigen, dass sich der Veranstalter mit den Kindern beschäftigt. Bleiben sich die Kids bei der Freizeitgestaltung viel selbst überlassen, spricht das gegen die Reise.2. Fragen Sie nach, wie die Betreuer vorbereitet wurden. Sie sollten mindestens 30 bis 40 Stunden geschult worden sein.3. Ob in dem Camp 20 oder 200 Kinder Ferien machen, spielt für die Sicherheit keine Rolle. Bei Reisen mit Kindern bis 10 Jahre sollte mindestens ein Betreuer auf zehn Kinder kommen, bei Jugendlichen mindestens ein Betreuer auf 15 Kinder.4. Die mitreisenden Kinder sollten möglichst in einer Altersgruppe sein - höchstens drei bis vier Jahre auseinander.5. Bei Ferienfahrten mit Kindern bis zehn Jahre sollte mindestens die Hälfte der Betreuer volljährig sein, die andere Hälfte mindestens 16. Bei Reisen mit Jugendlichen sollte der Großteil der Betreuer volljährig sein.6. Der Leiter des Jugendcamps sollte unbedingt pädagogisch ausgebildet, also Lehrer, Sozialpädagoge oder Erzieher sein.7. Prüfen Sie, wie der Veranstalter mit Wertsachen der Kinder umgeht. Gibt es keine Regelungen, zeigt das, dass sich niemand intensiv mit der Reiseorganisation auseinander gesetzt hat.8. Es muss eine Kontaktperson des Veranstalters geben, die während der Reise für Eltern per Telefon oder per E-Mail erreichbar ist.9. Eltern, die sich sorgen, sollten vorher mit dem Kind vereinbaren, dass es sich etwa alle drei Tage zu Hause meldet. Tägliche Anrufe sind nicht empfehlenswert.------------------------------

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