Feige Attacke

Mannschaftsbus von Hertha BSC beschossen

Der Mannschaftsbus von Hertha BSC ist am Sonntag beschossen worden.

André Bellert Peter Althaus
Lesezeit 2 Min
Ein Archivbild des Hertha-Teambusses.

Ein Archivbild des Hertha-Teambusses.

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„Es war ein Schuss, aber wir können nicht sagen, was die Motivation war“, sagte Hertha-Manager Michael Preetz dem Onlineportal SPORT1: „Das war ein Anschlag auf Leib und Leben und ist kein Kavaliersdelikt. Das ist schlicht Wahnsinn.“

Was für eine widerliche, feige Attacke! Der Schuss zielte auf Herthas Busfahrer Stephan Behrendt. Behrendt wollte am Sonntagabend gegen 17 Uhr die Mannschaft vom Hauptbahnhof in Bielfeld abholen, als ein Motorradfahrer vor ihm einscherte, ihn überholte und laut Polizei einen "Stinkefinger" zeigte. Doch dabei blieb es nicht. Nach bisherigen Erkenntnissen der Beamten wendete der Motoradfahrer, überholte den Bus erneut und schoss während des Fahrens auf die Windschutzscheibe des Busses. Das Projektil durchschlug die Scheibe nicht. Das Glas splitterte leicht auf Sichthöhe. Busfahrer Stephan Behrendt blieb unverletzt und konnte den Bus zu einer Haltestelle fahren.

Er alarmierte die Polizei, die die Spuren sicherte. Nach dem Motorradfahrer wird gefahndet. Der flüchtige Täter soll eine schwarze Motorradkombi und einen silberfarbenen Helm getragen haben und auf einem schwarzen Motorrad unterwegs gewesen sein. Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeiwache Bielefeld: 0521 / 5454830.

Die Beamten informierten zudem, dass für die Mannschaft von Hertha BSC besondere Schutzmaßnahmen ergriffen wurden. Gegenwärtig liegen der Polizei jedoch keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung des Teams vor.

Behrendt holte anschließend die Mannschaft sogar noch vom Bielfelder Bahnhof ab. Dem Team wurde erst nach der Ankunft im Hotel Klosterpforte von dem Anschlag erzählt. "Wir stehen alle etwas unter Schock", heißt es aus dem Kreis der Mannschaft und der Verantwortlichen bei Hertha.

Die Blau-Weißen sollen am Montag um 18.30 Uhr gegen Arminia Bielefeld in der ersten Runde des DFB-Pokals spielen. Aber Fußball ist bei solch krankem Wahnsinn absolut zweitrangig. Auch Arminia Bielefeld hat sich mittlerweile über Twitter über den Vorfall schockiert gezeigt. BEL/PA/dpa/ots

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