FC-Union-Trainer Düwel sauer

Wir sind hier nicht zum Spaß!

Nach Pleite gegen Luzern und mauem Training kocht er

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Norbert Düwel ist angefressen, weil seine Jungs zu wenig Tore machen.

Norbert Düwel ist angefressen, weil seine Jungs zu wenig Tore machen.

© BS-Pix Lizenz

Aus dem Trainingslager in Sotogrande berichtet Mathias Bunkus
Es war nur ein Test. Sicherlich. Und der ging auch erst spät verloren. Mit 0:1 gegen Luzern quasi in der Schlusssekunde. Und doch war Unions Trainer Norbert Düwel offensichtlich richtig unzufrieden. „Das war schon ärgerlich. Sehr ärgerlich.“

Natürlich sind Vorbereitungsspiele irgendwie auch ein Stück Schall und Rauch. Wer das nicht glaubt, der sei an das grandiose 5:0 der Eisernen im Vorjahr erinnert. Nach diesem Paukenschlag gegen Freiburg im Winter in Spanien dachte jeder Augenzeuge, dass der Weg zum Aufstieg – vielleicht nicht unbedingt geebnet wäre für Union –, aber für jeden anderen in der Liga nur über die Eisernen führen könne. Pustekuchen!

Düwel nervte weniger das reine Ergebnis, als etwas anders. „Wir haben wieder einmal ein Spiel in letzter Minute aus der Hand gegeben.“ Schon in Düsseldorf gingen die Köpenicker mit einem Last-Minute-K.o. mit leeren Händen in die Winterpause. Mangelnde Konzentration hat Union schon einige Punkte gekostet.

Auch am Tag danach hatte der 47-Jährige sich bis zum Morgentraining nicht wieder beruhigt. Und wurde dann von seinem Team wieder geärgert. Schlampige Arbeit frisst den akribischen Arbeiter halt auf. „58 Schüsse. Und keiner aufs Tor. Wir können auch laufen. Wir sind doch nicht zum Spaß hier“, bellte es über den Platz.

„Wir wollen natürlich den Willen sehen. Und die läuferische Qualität. Wir wollen aber auch Fußball spielen“, sieht Düwel noch eine Menge Arbeit auf sich zukommen bis zum Start am 7. Februar gegen Bochum.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema