11 032 Fans im Stadion An der Alten Försterei bekamen vor Spielbeginn einen Vorgeschmack auf die mögliche Startelf der Eisernen. Die schwäbische Doppelsechs aus Christian Gentner und Grischa Prömel durfte ebenso ran, wie Kapitän Christopher Trimmel, Flügelstürmer Sheraldo Becker oder Spielmacher Marcus Ingvartsen, der, so viel sei vorweggegriffen, seinen Platz in der Stammelf mit einem starken Spiel manifestierte.
Defensiv hatte Union die Partie eigentlich das komplette Spiel über im Griff, doch beim Gegentor in der 22. Minute durch Brais Mendez und vor allem bei der feinen Vorarbeit von Denis Suarez befand sich die eiserne Hintermannschaft im Sekundenschlaf. Zuvor hatte Sebastian Andersson eine Flanke von Sheraldo Becker knapp verpasst, im Anschluss dauerte das Umschalten auf Defensive so lange, dass Mendez nach dem Zuspiel von Suarez unbedrängt durchlaufen und Keeper Gikiewicz überlupfen konnte.
Im Angriff hatten die Eisernen so ihre Probleme, echte Torchancen herauszuspielen. Zwar arbeiteten die Neuzugänge Sheraldo Becker und Marcus Ingvartsen, sowie Stürmer Sebastian Andersson vorne praktisch für sechs Mann, doch so richtig gefährliche Abschlüsse, die nicht aus der zweiten Reihe kamen, blieben Mangelware.
Lediglich in der 35. Minute konnte Celta-Keeper Ruben Blanco einen Kopfball von Ingvartsen spektakulär mit einer Hand stoppen, ehe ein Verteidiger den Gentner-Nachschuss von der Linie kratzte. Den folgenden Eckball schädelte Keven Schlotterbeck an die Latte.
Weil Union auch mit mehr Druck nach der Pause das Tor nicht traf, legte Vigo nach. Nach einem Missverständnis zwischen Rafal Gikiewicz und Christian Gentner warf der Keeper den Ball direkt zu Gegenspieler Losada, der zu Santi Mina ablegte, dessen Schuss das 0:2 markierte (57.). Wieder ein Bock, wieder ein Gegentor. Das 0:3 nach einem Eckball durch Jorge (82.) war da nur noch das klebrig, fettige Sahnehäubchen.
Die Eisernen nahmen es sportlich: „Vielleicht ist es gut, zu diesem Zeitpunkt einen Dämpfer zu bekommen“, erklärt Kapitän Trimmel. Um an den Fehlern arbeiten zu können, die sich die Eisernen in der Bundesliga nicht erlauben dürfen.
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