Fanatische Atomkraftgegner wollten mit Attentat den Castor-Transport bei Oranienburg stoppen

Bombenanschlag auf Bahnstrecke

Holger Schacht
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Berlin - Auf die Bahnstrecke von Oranienburg nach Neustrelitz ist ein Attentat geplant und von der Polizei verhindert worden. Sprengstoff-Experten entschärften zwei Bomben. Die Spur führt zu fanatischen Atomkraft-Gegnern. Denn auf dieser Strecke könnten kommende Woche fünf Castorbehälter mit hochradioaktiver Flüssigkeit ins Zwischenlager nach Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) gebracht werden. Der Atommüll stammt aus der stillgelegten Wiederaufbereitungsanlage in Karlsruhe (Baden-Württemberg). Dort startet der Transport am Mittwoch. Castor-Gegner wollen ihn offenbar mit allen Mitteln verhindern. Die Sprengsätze waren in Kabelschächten beidseits der Gleise nördlich von Oranienburg nahe der Havelbrücke angebracht.Wären sie explodiert, während eine Bahn darübergefahren wäre - nicht auszudenken! LKA-Sprecher Toralf Reinhardt: "Eine Detonation hätte einen erheblichen Schaden im Kabelschacht und damit einen längeren Ausfall des Zugverkehrs zur Folge gehabt." Während des Polizeieinsatzes wurde die Strecke mehrfach gesperrt. Eine Zeugin hatte die Attentäter beobachtet, Alarm geschlagen. Die Polizei verhörte mehrere Personen. Festnahmen gibt es nicht. Vor drei Monaten hatte es einen Anschlag auf Berlins S-Bahn in Neukölln gegeben. Es brannten Kabel. Militante Castor-Gegner schickten damals ein Bekennerschreiben.

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