Er hätte alles gut gefunden, nur eben nicht RB Leipzig zum Start. Oliver Ruhnert sagte vor Bekanntgabe des Bundesliga-Spielplans vor zwei Monaten: „Das (ein Spiel gegen RB Leipzig; Anm. d. Red.) würde ich nicht gut finden, weil dann eine andere Thematik und ganz andere Dinge in den Fokus treten würden.“
Faustpfand des 1. FC Union: Die Fans. Am Sonntag werden sie zu Beginn des Spiels schweigen.
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Es kam bekanntlich, wie es kommen musste – und aus Protest werden die Fans in den ersten 15 Minuten gegen das „Produkt“ RBL Schweigen.
Ruhnert: „Fans haben sich Gedanken darüber gemacht“
Jetzt äußert sich Ruhnert zur Fan-Aktion: „Ich habe immer gesagt, dass es nicht sein muss am ersten Spieltag auf Leipzig zu treffen, weil man dann ein Politikum draus macht. So ist es jetzt auch.“ Der Sportchef weiter: „Klar ist, dass sich alle im Grunde wünschen, Unterstützung zu erhalten, aber unsere Fans haben sich schon sehr klare Gedanken darüber gemacht und wissen, was sie da tun.“
Wie lief die interne Kommunikation eigentlich ab? Ruhnert erklärt: „Der Spielerrat ist von den Ultras dahingehend informiert worden.“
Nicht alle Spieler sind mit dem Fan-Vorhaben zufrieden. Keeper Rafal Gikiewicz (31) schrieb via Instagram: „Euer geplanter Boykott in den ersten 15 Minuten ist nicht gut für uns Spieler. Es interessiert mich nicht, wer unser Gegner ist. Ich will einfach nur mit eurer Hilfe gewinnen.“ Ruhnert dazu: „Wir müssen die Auffassung der Fans respektieren. Alles weitere ist nicht Aufgabe der Spieler. Die Jungs sollen sich im Mannschaftsrat dazu austauschen und darüber an die Fans gehen.“
Neven Subotic, der sich für einen möglichen Startelf-Einsatz fitgemeldet hat, findet die Aktion Okay: „Es gibt viel zu wenig solcher Proteste. Unsere Fans beziehen eine klare Position. Ich stelle mich hinter unsere Fans.“
Und weiter: „Ich bin auch dafür, dass man einen anderen Weg des Protests geht. Aber ein Protest der nicht wehtut, kommt nicht so an und wäre eher ein Luxusprotest. Wir zahlen den Preis, die Fans zahlen den Preis. Das akzeptieren wir. Wir hoffen daher, dass die Nachricht gehört wird. Denn die Kapitalentwicklung im Fußball ist nicht unbedingt fördernd für den Fußball selbst.“
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