Hertha BSC hat an diesem Spieltag verloren. Nicht auf dem Rasen, aber auf den Rängen. Es rumort seit Monaten zwischen der Fan-Szene um die Harlekins und der Vereinsführung. Jetzt ist es eskaliert. Die Vorgeschichte: In den vergangenen 13 Monaten fielen ein paar Irrgänger immer wieder auf – mit geschmacklosen Spruchbändern gegen Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick oder gegen Kölns Anhänger. Aber natürlich auch mit harter Kritik gegen Herthas Imagekampagne, die auf ein virtuelles Publikum im Internet zielt.
Gegen Dortmund gab es ein Banner gegen Digital-Chef Paul Keuter. Beim Spiel gegen Hoffenheim forderte der Verein, dass die Banner zur Kontrolle vorgelegt werden. Dagegen hagelte es gestern Protest. Die Ostkurven-Fans pochen auf ihre Regeln, nach denen die Spruchbänder bis zum Anpfiff geheimgehalten werden sollen und fühlen sich bevormundet.
Am Samstag gab es gleich vier Banner gegen die neue Richtlinie. Liebe blau-weiße Gemeinde, hier herrscht echter Redebedarf zwischen Fans, insbesondere den Harlekins, die seit Jahren eigentlich immer tolle Choreos machen, und den Klub-Bossen. Ansonsten fällt die blau-weiße Familie irgendwann auseinander. Das wäre schade.
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