Sie schnippelt Möhren, viertelt Tomaten und hört sich die Sorgen der kleinen Patienten an. In der Küche der Kinderonkologie im Helios-Klinikum Buch stand prominenter Besuch am Herd. Familienministerin Franziska Giffey (SPD) kochte für die schwer kranken Kinder leckere Pasta, um ihnen einen Moment Freude zu schenken. Der Berliner KURIER warf einen Blick in die Töpfe.
Sebastian Heumüller und Chefarzt Dr. Patrick Hundsdörfer zeigen der Ministerin die Station.
© Sabine Gudath
Bevor Franziska Giffey ihre Kochkünste zeigt, informiert sie sich bei Ärzten und Pflegern über die Fortschritte der Kindermedizin. Ins Klinikum eingeladen hatte sie der Verein Kolibri e.V., der regelmäßig Kochevents auf der Kinderonkologie veranstaltet. „Für die Kinder ist es sicherlich ein Highlight, dass sie mit der Ministerin kochen dürfen“, sagt Geschäftsführer Sebastian Heumüller.
In der Küche schlüpft Giffey für einen Augenblick aus ihrer Rolle der Politikerin in die einer Hobbyköchin. Auf dem Speiseplan der Familienministerin: Tomatensoße mit angebratener Jagdwurst. „Bei uns zu Hause gibt es häufig Nudeln, in allen Variationen“, verrät Giffey. Die Leidenschaft fürs Kochen liegt in der Familie. „Meine Mutter ist eine sehr gute Köchin“, sagt sie.
Die fertige Pasta (li.) und Beilage, Möhrensalat mit Kräutern.
© Sabine Gudath
Während sie die Tomaten in vier Hälften teilt, kommt sie mit Lea (15) und Carolina (13) ins Gespräch. Die Mädchen bekommen gerade eine Chemo. „Wie kommt ihr mit den Nebenwirkungen klar?“, fragt die Ministerin. „Direkt nach der Chemo ist mir sehr übel, aber das vergeht. Schlimmer ist meine Haut, die sehr leidet“, sagt Carolina. Ein Mädchen im Rollstuhl fängt plötzlich an zu weinen. „Ich möchte auf mein Zimmer. Mir wird das zu viel“, sagt sie. Franziska Giffey streicht ihr sanft über den Rücken: „Du musst nicht bleiben, wenn es Dir nicht gut geht.“
Lea und Carolina freuen sich auf das Essen, das schon so würzig duftet. „Jetzt bekomme ich auf einmal richtig Appetit“, sagt Lea und lacht. Die leckere Pasta der Familienministerin ist eben die beste Medizin.
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