Landshut Im Oktober 2001 verschwand Bauer Rudolf R. Seine Angehörigen wurden 2005 wegen Mordes verurteilt, weil sie den Tyrannen zerstückelt und an die Hunde verfüttert haben sollen. Aber 2009 entdeckte man den Toten in der Donau.Gestern gab es Freispruch für die Witwe Hermine R. (55), Tochter Manuela R. und den Freund Matthias E. - aus Mangel an Beweisen. Zunächst hatte Staatsanwalt Ralph Reiter Haftstrafen von je sieben Jahren und sechs Monaten für die Ehefrau des toten Bauern und den Freund der Tochter wegen gemeinschaftlichen Totschlags gefordert. Doch die Kammer habe sich nicht mit der nötigen Sicherheit von der Schuld der Angeklagten überzeugen können, sagte der Vorsitzende Richter Theo Ziegler. So folgten die Richter des Landgerichts Landshut den Anträgen der Verteidigter, die Freisprüche für ihre Mandanten forderten. Es gebe in diesem Fall nur Spekulationen und die reichten nicht für eine Verurteilung aus. Ihre falschen Aussagen seien unter Druck der Kripo entstanden.So war das Gericht 2005 zum Schluss gekommen, dass die Angehörigen dem Landwirt aus Neuburg den Schädel eingeschlagen, die Leiche zerstückelt und den Hofhunden zum Fraß vorgeworfen haben - was die Angehörigen bei der Polizei zugaben. Als die Leiche des 52-Jährigen im Auto in der Donau auftauchte, stellten sich die Geständnisse als falsch heraus. Der Fall wurde neu aufgerollt."Wir schließen einen Selbstmord aus", sagte Ziegler. Auch ein Unfall sei unwahrscheinlich. Dafür sah er Indizien, dass der Bauer in den Fluss bugsiert wurde. Wegen zerrütteter Familienverhältnisse hätten Ehefrau und Freund Matthias E. ein Tatmotiv gehabt. Es könne aber nicht bewiesen werden, welcher Angehörige etwas mit dem Tod zu tun haben könnte. Freispruch!------------------------------
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