Lichtenberg/Marzahn - Prügelopfer Mirco B. geht es unverändert schlecht, er liegt weiter im künstlichen Koma (KURIER berichtete). Seine Familie hält tapfer zu ihm, wacht 24 Stunden an seinem Bett.Das Unfallkrankenhaus Berlin, Intensivstation. Überall Monitore, piepsende medizinische Geräte, besorgte Gesichter. Der Tod ist oft Stammgast. Hier, hinter Milchglasscheiben, liegt Mirco B. Bei ihm wacht seine Familie am Krankenbett. Sie haben ihr Leben nach dem geliebten Sohn und Bruder eingerichtet. "Wir sind rund um die Uhr bei ihm. Wir spüren, dass er unsere Unterstützung braucht", sagt Mircos Schwester Kerstin van P. mit stockender Stimme dem KURIER. Seit acht Tagen wechseln sich die Verwandten (darunter auch Mircos Mutter) rund um die Uhr ab. Van P.: "Ich bin jeden Tag zehn Stunden bei ihm, habe Urlaub genommen."Zum ersten Mal besuchte gestern ihre Tochter Ronja (10, alle Namen geändert) den Onkel. "Wir haben ihr so gut wie möglich erklärt, was passiert ist. Auch wie er aussieht." Unglaublich: Das tapfere Mädchen äußerte daraufhin selbst den Wunsch, mit ins UKB zu dürfen. "Sie hatte Angst, dass sie ihren Onkel sonst nie wiedersieht."Während die Familie um Mircos Leben bangt, sucht die Polizei weiter nach Zeugen der feigen Tat.Mehr zum Thema Zivilcourage gibt es auf den Seiten 28/29 im großen KURIER-Report.------------------------------BU: Mircos Schwester Kerstin van P. (re.) schlägt weinend die Hände vor ihr Gesicht.
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