Na, schon alle im Ballfieber? Okay. Dann hier noch der kleine Faktencheck vor dem Anstoß (Freitag, 18.30 Uhr). Alles, was sie sonst noch so zu der Partie 1.FC Union gegen Sandhausen wissen sollten. Fakten, Fakten, Fakten ...
Gutes Omen
Die Norbadener kommen zwar als zweitbestes Auswärtsteam der Liga nach Köpenick, aber statistisch gesehen können sie sich die Anreise sparen. In Liga zwei hat Union zu Hause eine blütenweiße Weste gegen den SV Sandhausen – drei Spiel, drei Siege! Und dann gibt es da ja noch Sören, den Sandhausenschreck, Brandy. Gegen keinen aktuellen Zweitligisten hat der 30-Jährige häufiger getroffen. Fünfmal legte der Blondschopf den Schwarz-Weißen ein Ei ins Netz.
Der Unparteiische
Das ganze Glück fand Union noch nicht beim Mann aus Osnabrück. Frank Willenborg leitet zum siebenten Mal eine Zweitligapartie mit den Eisernen. Nur 2009 gegen Düsseldorf konnte gewonnen werden. Dazu gab es zwei Remis und drei Pleiten. Die bitterste im August 2014, als Union beim 0:4 gegen Nürnberg zu Neunt das Spiel beenden musste, weil Martin Dausch Glattrot und Christopher Trimmel die Ampelkarte präsentiert bekommen hatten. Übrigens war auch sein Debüt an der Alten Försterei im November 2008 kein Feiertag für Union. Seinerzeit gab es ein 2:2 gegen – Sandhausen!
Tendenz
Ist bei Union leicht aufsteigend – nur eine Pleite in den letzten drei Spielen, dazu ein Sieg und ein Remis. Sandhausen hingegen hatte zwei Pleiten zu beklagen und holte nur einen Punkt.
Drangphasen
Die Gäste sind eigentlich über die ganzen 90 Minuten torgefährlich und schlagen gerne im Schlussabschnitt vermehrt zu. Sechs ihrer 27 Treffer fielen in der Schlussviertelstunde. Unions stärkste Phase ist dagegen die Schlussviertelstunde der ersten Hälfte. Da konnten die Eisernen acht Mal ein Tor bejubeln. Kuriosum am Rande: Gegen keinen aktuellen Kontrahenten kassierte Sandhausen in der Zweiten Liga mehr Gegentreffer – nämlich 14 -, aber sie trafen auch gegen keinen Klub häufiger als gegen Union (11).
Gelbe Gefahr
Stephan Fürstner, so er denn fit wird nach seiner Beckenkammprellung, muss sich vorsehen. Noch eine weitere Verwarnung und er muss beim Start nach der Winterpause in Kaiserslautern (5. Februar) zusehen. Wäre blöd, sich durch die ganze Vorbereitung quälen zu müssen in dem Wissen, dass man doch nicht spielen darf. Das Problem hat Damir Kreilach nicht, sondern eher das umgekehrte. Nach seiner Verwarnung in Düsseldorf verpasst der zweifache Torschütze des Hinspiels erstmals eine Partie gegen Sandhausen. Beim SVS muss sich im übrigen keiner vorsehen.
Gute Bekannte
Na klar, Ex-Union-Kapitän Daniel Schulz kehrt zurück an die Alte Försterei. Und hat sogar Einsatzchancen, falls Florian Hübner wirklich nicht fit wird. Bobby Wood trifft auf seinen Nationalmannschaftskollegen Andrew Wooten. Allerdings kam der Sandhäuser - anders als Wood - bislang nur einmal als Einwechsler in einem Freundschaftsspiel zum Zug. Unions treffsicherster Schütze blickt in diesem Kalenderjahr schon auf 9 Einsätze (4 Tore) bei Jürgen Klinsmann zurück. Über gemeinsame Spiele bei der Auswahl des Kososvo können sich Eroll Zejnullahu und Sandhausens Leart Paqarada nach dem Spiel austauschen.
Zuschauer
Ja, es ist das letzte Wochenende vor Weihnachten. Manche ziehst es da eher auf die Glühweinmärkte denn zum Fußball. Und der Regen animiert eh nicht unbedingt zum Stadionbesuch. Denn rechnet man laut Pressesprecher Christian Arbeit bei Union mit rund 18.000 Anhängern. Die Zahl der Gäste, die aus der Kurpfalz anreisen werden bliebt dagegen sehr übersichtlich.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com