Fahndung

Polizei jagt diese U-Bahn-Räuber

Sie entrissen im Abteil einer Frau das Handy. Mit einem Tür-Trick gelang ihnen die Flucht. Zum Glück wurde alles gefilmt.

NORBERT KOCH-KLAUCKE
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Es ist 23.30 Uhr, als der U-Bahn-Zug am Bahnhof Moritzplatz (Kreuzberg) hält. Eine Frau (19) sitzt im Abteil, hört mit ihrem Smartphone über Kopfhörer Musik. Drei Männer, die im Abteil stehen, scheinen sie nicht zu beachten. Scheinbar. Denn die Kerle haben die Frau und ihr Smartphone im Visier.

Dann geht alles sehr schnell. Als das Abfahrtsignal ertönt, der Zug losfahren will, stellen sich zwei Gauner in die Tür, damit sie nicht schließt, als Fluchtweg offen bleibt. In dieser Sekunde greift der Dritte nach dem Handy der Frau, zerrt so gewaltsam, dass er die 19-Jährige vom Sitz reißt.

Ihm gelingt die Flucht durch die aufgehaltene Zugtür, die sofort zuschnappt, als das Trio zum Bahnsteig verschwindet. Die Frau hat damit keine Chance mehr, die Diebe zu verfolgen. Der Tür-Trick (geschah am 25. Januar) kann jedem passieren. Er kommt ständig in U- und S-Bahnen vor, gehört zu den Taschendiebstählen, von denen die Polizei allein 2014 über 32 000 Fälle registrierte. Im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 54,5 Prozent!

Zum Glück konnte das 19-jährige Opfer die Räuber auf Bildern der Überwachungskamera erkennen. Sie sind 20 bis 25 Jahre alt, 1,75 bis 1,85 Meter groß.

Update:

Zwei der Tatverdächtigten des mutmaßlichen Räuber-Trios wurden am Wochenende ermittelt . Hinweise aus der Bevölkerung und den Reihen der Polizei führten die Fahnder zu dem 17-jährigen Jugendlichen und einem 19-Jährigen. Die Ermittlungen zu ihrem Komplizen dauern an. Die Beamten werten derzeit die bisher eingegangenen Hinweise aus und sind zuversichtlich, auch den letzten Tatverdächtigen zu ermitteln.                 

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