Zu seinem 18. Geburtstag bekam Weiße, der in wenigen Tagen 80 wird, den Kaktus. „Weil ich damals selbst ein wenig stachelig war“, erklärt der Mahlsdorfer das unübliche Geschenk.
Seitdem ist die stachelige Pflanze im Besitz der Familie, die 1972 in die Siedlung in den Osten Berlins zog.
Günter Weiße hat trotz Rückschlägen („Zweimal ist er abgebrochen“) nie den Glauben an den Kaktus verloren. Der mittlerweile 1,50-Meter-Riese hat bereits vor Jahren eine Blüte gehabt. Die Familie fuhr mit dem Zögling damals zum Botanischen Garten, wo sich die Mitarbeiter die Augen rieben. „Der blüht nicht noch mal“, hieß es damals. Bis gestern – bis zum Wunder von Mahlsdorf. MF
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