Die Schriftstellerin Monika Ehrhardt-Lakomy kehrte mit der Nachricht aus Havanna zurück: Der „Traumzauberbaum“ wird Kubaner. Ehrhardt schuf das Werk 1980 mit ihrem Mann Reinhard Lakomy. Nun wird die Geschichtenlieder-Sammlung ins Spanische übersetzt: „El arbol de los sueños magicos“ – „Der Baum der Zauberträume.“
Monika Ehrhardt-Lakomy (l.) mit der Medien-Ministerin González und dem Übersetzer Jésus Irsula.
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Ehrhardt-Lakomy las in Havanna auf der Buchmesse aus einem Werk, an der sie mitgearbeitet hatte. „Begegnungen“ vereint Geschichten deutscher und kubanischer Autoren. Am Rand kam es zu einem Treffen der Schriftstellerin mit Kubas Medien-Ministerin Rosalía Arnaez González und Jésus Irsula, Übersetzer und Kulturmanager. Dabei entstand der Plan, neben der Musical-Trilogie „Der Wasserkristall“, „Der Regenbogen“ und „Die Sonne“ die Platte „Der Traumzauberbaum“ zu übersetzen.
Traumzauberbaum geht auf Weltreise
„Ich möchte dort wie schon in Deutschland eine Schulinszenierung umsetzen – in einem Kinderzentrum in einem Armenviertel“, sagt sie. „Ich habe auf Kuba ein Kinderfest besucht. Einfache Dinge, hier im Überfluss zu haben, gibt es dort nicht. Ich reiste mit einem Koffer voller Buntstifte und Malhefte an – die Kids haben sich gefreut.“
Reinhard Lakomys „Traumzauberbaum“ wird auf Spanisch übersetzt und nach Kuba exportiert.
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Auch Dinge, die für eine Theateraufführung wichtig werden, sind schwer zu beschaffen: „Nähmaschinen für die Kostüme, Farbe und Leinwände für das Bühnenbild – es wird ein Mammutprojekt.“ Um bei der Finanzierung zu helfen, soll in Deutschland eine Platte mit Lakomy-Liedern erscheinen.
Ehrhardt-Lakomy freut sich aufs Projekt – und die Tatsache, dass der Traumzauberbaum bald auf Weltreise geht. „Ich mag Kuba und die freundlichen Menschen sehr. Es ist traurig, dass es vielen so schlecht geht – sie können ohne Hilfe aus dem Ausland nicht überleben. Ich traf einen Mann, der eigentlich Prothesenbauer war, sich aber zum Reiseleiter umschulte, weil er mit seinem wertvollen Job nicht überleben konnte.“
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