Nach Einschätzung des Interessenverbandes Berliner Schulleitungen ist mittlerweile jede fünfte Bildungseinrichtung eine Brennpunktschule. Heike Körnig, Direktorin an der Feldmark-Grundschule in Hohenschönhausen: „Ein viel zu hoher Anteil unserer Mädchen und Jungen kommt ohne Frühstück in den Unterricht.“ Auch werde Schwänzen von manchen Müttern und Vätern mit fadenscheinigen Entschuldigungen gedeckt: „Wir gehen dann in Einzelfällen mit dem Sozialarbeiter in die Elternhäuser.“ Ein mutiger Schritt, den nur wenige Schulen gehen.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert mehr junge Pädagogen für Brennpunktschulen in Neukölln, Marzahn-Nord und Hellersdorf-Nord. Diese sollten als Anreiz besser als bisher bezahlt werden. Marzahns Schulstadtrat Stefan Komoß (SPD): „Schulleiter sollten zudem verstärkt durch Verwaltungsleiter entlastet werden.“
Die Deutsche Polizeigewerkschaft im Beamtenbund verlangt eine Rückkehr zur Meldepflicht aller Gewaltvorfälle an Schulen. Landeschef Bodo Pfalzgraf: „Da ist zuletzt viel unter den Tisch gekehrt worden.“
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