Ex-TV-Star Jasmin Tawil

Ausgeraubt, pleite, obdachlos

Berlinerin wanderte nach Hawaii aus und erlebt dort die Hölle.

Mike Wilms
Lesezeit 3 Min
Jasmin Tawil beim GZSZ-Fotoshooting 2007.

Jasmin Tawil beim GZSZ-Fotoshooting 2007.

© imago/eventfoto54

Die schockierende Nachricht auf Jasmins Instagram-Seite beseitigte die letzten Zweifel: „Ehrlich gesagt, bin ich schon länger obdachlos“, schreibt die ehemalige GZSZ-Darstellerin dort. Ein Foto, das sie auf einem Parkplatz sitzend zeigt, kommentiert sie mit den Worten: „Heute bin ich nicht mehr die erfolgreiche Schauspielerin aus Berlin. Nicht mehr die Frau vom Popsänger. Nicht mehr der Soapstar!“ Heute sei sie gestrandet in Amerika, auf den Straßen Hawaiis. Sie habe „alles verloren“ – und doch an Freiheit gewonnen. Für diese Freiheit aber bezahlt Jasmin einen hohen Preis: Ohne den Schutz einer Wohnung wurde sie vor wenigen Tagen leichtes Opfer von zwei Straßenräuberinnen.

Jasmin mit  ihrem Kollegen Stefan König im Jahr 2006.

Jasmin mit  ihrem Kollegen Stefan König im Jahr 2006.

© Berliner Kurier

„Ich war auf dem Weg vom Strand in die Stadt, als es passierte“, so Jasmin. Dabei sei sie „einer großen Hawaiianerin und einer US-Amerikanerin“ begegnet. Etwas später habe sie die Frauen wiedergesehen und fühlte sich von ihnen verfolgt. Jasmin: „Sie haben mir Pfefferspray in die Augen gesprüht und mir alles weggenommen. Meine Tasche, in der mein Laptop, mein Geld und mein Pass waren, haben sie mitgenommen.“ Jasmin klammerte sich an ihr Handy, ließ es nicht los.

Fans schicken dem Überfall-Opfer jetzt auf Instagram ihre besten Wünsche. Ein neues Foto zeigt Jasmin mit leeren Augen und geröteten Wangen. Womöglich sind es Folgen der Pfefferspray-Attacke. Nach der Tat kratzte die Berlinerin ihr letztes Geld zusammen und kaufte für 200 US-Dollar einen uralten, ramponierten Van.

Einem Fan, der wissen will, warum sie nicht für ein Flugticket nach Berlin spare, schreibt sie zurück, sie habe dringend einen Schlafplatz gebraucht. Einen Ort, der „besser als Asphalt“ sei.

Ihr Leben in den USA hatte sich Jasmin Tawil anders erträumt. Zehn Jahre nach ihrem Serien-Aus bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und vier Jahre nach der Trennung von Adel Tawil sollte es in Hawaii wieder aufwärtsgehen. Doch Jasmins Gesangs- und Schauspielkarriere kam auch dort nicht in Schwung. Vor rund einem Jahr schockte sie ihre Fans mit einer Alkohol-Beichte auf Facebook. Es hieß auch, sie gehe zu Treffen der Anonymen Alkoholiker.

Jasmin hat schon bessere Zeiten gesehen. Mit Ex-Mann Adel Tawil zeigte sie sich oft.

Jasmin hat schon bessere Zeiten gesehen. Mit Ex-Mann Adel Tawil zeigte sie sich oft.

© imago/foto-ritter.de

Trotz aller Widrigkeiten gibt Jasmin Tawil ihre Pläne für eine Musikkarriere nicht auf. Sie habe Termine in Los Angeles und New York, aber „gerade kein Geld hinzufliegen“, wie sie auf Instagram schreibt. In mehreren Berichten heißt es, die Berlinerin habe Absichten, ein Yoga-Zentrum in Hawaii aufzubauen. Solche Wünsche scheinen derzeit aber ziemlich unrealistisch.

Ihr Ex-Mann Adel Tawil hat sich bisher nicht zur Obdachlosigkeit seiner langjährigen Partnerin geäußert. Auch Jasmin selbst ließ eine KURIER-Anfrage am Sonntag unbeantwortet. Einem Fan schreibt sie auf Instagram, sie „komme klar auch ohne Ex-Hilfe“. Dafür hat sie nun einen Neuen an ihrer Seite – einen weißen Hund namens „Snowball“ (Schneeball).

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