„Ministerpräsident Dietmar Woidke hat den Angehörigen schriftlich sein Beileid bekundet“, sagte Regierungssprecher Florian Engels am Samstag. Auch frühere Kollegen hätten kondoliert. Aus Rücksicht auf die Familie wolle er aber keine weiteren Auskünfte geben.
Eine Frau in Braunschweig meldete der Polizei eine eingeklemmte Person in einem Altkleidercontainer
Was war passiert? Am 26. Juni meldete eine Frau in Braunschweig der Polizei eine eingeklemmte Person in einem Altkleidercontainer. Es war Lars B. Die Feuerwehr musste den Mann, der mit dem Oberkörper und einem Bein feststeckte, aus dem Container befreien. Er konnte zunächst reanimiert werden. Doch einen Tag später starb er im Krankenhaus.
Im Container fand die Polizei einen Beutel mit Kleidern, in dem auch ein Schlüsselbund steckte – offenbar hatte Lars B. seine Wohnungsschlüssel versehentlich mit in die Metallbox geworfen und wollte sie über die Einwurfklappe wieder herausangeln.
Tödliche Unfälle in Altkleidercontainern gibt es immer wieder
„Lars’ Tod hat mich tief erschüttert. Er war so aktiv“, sagte Christian Schmidt vom Verein Gesellschaft für deutsch-polnische Nachbarschaft. Lars sei 2013 kurz nach der Gründung des Vereins Mitglied geworden. „Er war begeistert von Polen, von den Menschen dort.“ Selbst als Lars B. nach Braunschweig gezogen sei, sei er im Verein geblieben. „Sein Tod ist besonders tragisch für seine Frau und sein Kind.“
Tödliche Unfälle in Altkleidercontainern gibt es immer wieder. Im Mai 2018 starb ein 18-Jähriger im bayerischen Landshut, als er aus der Box Kleider fischen wollte. Er wurde durch den Klapp-Mechanismus des Einwurfs regelrecht erdrosselt. Im hessischen Wetzlar blieb Ende 2017 ein 40-Jähriger kopfüber in einem Container stecken. Er konnte nur noch tot geborgen werden.
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