Ex-Knacki rastet in Klinik aus

Die Herren vom SEK bitte in die Notaufnahme!

Ein Ex-Knacki ist in einer Klinik ausgerastet. Das SEK rückte an und nahm den Mann fest.

Alexander Schmalz
Lesezeit 2 Min
Links: Das SEK hat die Rettungsstelle umstellt.

Links: Das SEK hat die Rettungsstelle umstellt.

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Montagmorgen, 0.20 Uhr, in der Pankower Caritas-Klinik Maria Heimsuchung: Von Mama begleitet, betritt ein aggressiver Glatzkopf die Rettungsstelle und brüllt rum. Zum Arzt meint er: „Ich habe mir beim Waffenreinigen in die Hand geschossen.“ Sofort schrillen bei den Rettungskräften die Alarmglocken.

Immer wieder versucht der Doktor den 35-Jährigen im Wartezimmer zu beruhigen. Doch das renitente Kraftpakt mit dem blutenden Loch in der linken Hand gibt keine Ruhe. Er besteht darauf, heimlich und ohne großes Aufheben operiert zu werden.

Doch die Klinik verfügt nicht über die handchirurgischen Kapazitäten. Daraufhin dreht der Mann völlig durch. Zur eigenen Sicherheit zieht sich das Personal zurück. Der Arzt flüchtet sich in einen der hinteren Räume. Den sonderbaren Patienten lässt er im Warteraum einfach sitzen. Da eine Straftat vorliegen könnte, wird – wie üblich bei solchen Verletzungen – sofort die Polizei alarmiert.

Der Berliner, der gerade aus dem Knast entlassen wurde, gilt als unberechenbar. Deshalb umstellen schwer bewaffnete Polizisten mit Sturmhauben die Rettungsstelle. Das Spezialeinsatzkommando stürmt das Wartezimmer und überwältigt den Mann. Dann wird er im Polizeikonvoi mit sechs Streifenwagen und drei Zivilfahrzeugen ins Klinikum Buch verlegt.

Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung entdecken Polizisten zwei Schreckschusswaffen – nur nicht die Pistole, mit der er sich in die Hand schoss. LEX

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