Hertha BSC

Ex-Hertha-Kapitän ohne Klub: Holt Energie Cottbus Toni Leistner?

Nach dem 3:4 gegen Fürth herrscht bei Lokalrivale Energie Cottbus Abwehrnot. Toni Leistner wäre eine machbarer Transfer für Cottbus.

Foto von Autor/Autorin: Wolfgang Heise
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Im Mai verabschiedete sich Toni Leistner von den Hertha-Fans in der Ostkurve. Der Ex-Union-Spieler sagte: Berlin ist Blau-Weiß!

Im Mai verabschiedete sich Toni Leistner von den Hertha-Fans in der Ostkurve. Der Ex-Union-Spieler sagte: Berlin ist Blau-Weiß!

© IMAGO/Michael Taeger

Toni Leistner (36), Liebling der blau-weißen Fans, einen neuen Vertrag bekam er bei Hertha BSC nicht. Nun winkt ihm ein neuer Job. Ausgerechnet bei Energie Cottbus, beim Lokalrivalen. Heuert Leistner in der Lausitz für ein Jahr an?

Akuter Abwehr-Alarm bei Energie Cottbus

Energie will unbedingt noch einen Verteidiger verpflichten. Der Zweitliga-Aufsteiger hält schon den ganzen Sommer Ausschau. Dabei liegt der Gute doch so nah. Nach der 3:4-Heimpleite gegen Greuther Fürth ist der Handlungsdruck noch größer geworden. Vier Gegentore und viele Löcher in der Abwehr.

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz (61) sucht seit Wochen einen Innenverteidiger und findet keinen: „Es war jedem klar, was wir brauchen, was wir suchen, was wir gerne haben möchten. Und das eine oder andere kriegen wir nicht realisiert.“ Vielleicht nicht bis zum Transferschluss am Dienstag, doch vereinslose Spieler können auch noch danach verpflichtet werden.

Toni Leistner lieferte über drei Jahre einen Top-Job in der Abwehr bei Hertha BSC ab. Hier mit Grätsche gegen Fürths Felix Klaus.

Toni Leistner lieferte über drei Jahre einen Top-Job in der Abwehr bei Hertha BSC ab. Hier mit Grätsche gegen Fürths Felix Klaus.

© IMAGO/Schreyer

Toni Leistner will noch ein Jahr spielen

Damit kommt plötzlich Leistner ins Spiel. Seit Tagen geistert der Name in Cottbus herum. Der KURIER nannte Cottbus schon im Mai als möglichen neuen Klub für Routinier Leistner. Als sein Vertrag nicht bei Hertha verlängert wurde, sagte er nur gelassen: „Mein Körper macht noch mit, ich fühle mich fit.“

Ein Jahr will Leistner noch spielen, aber nicht irgendwo. Seine beiden Töchter gehen in Potsdam zur Schule, einen Umzug will er der Familie nicht zumuten. Deswegen lehnte er auch Angebote aus Dubai, aus Skandinavien, der Schweiz und Österreich ab. Als Berufspendler wäre Cottbus für Leistner ideal.

Doch da gibt es ja noch seine Liebe zu Hertha. Sein Herz hängt weiter an den Blau-Weißen. Nach jedem Hertha-Spiel fiebert er in Kommentaren mit und feuert seine ehemaligen Mitspieler an. Nach dem Karriereende soll er beim Klub einen Anschlussvertrag in anderer Funktion bekommen. Toni Leistner zu Cottbus? Das würde dann am 21. November ein ganz besonderes Ostderby werden, wenn Hertha bei Energie spielt...

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