Ex-Fuchs Romero

Mein Herz ist immer noch in Berlin!

Handball-Idol Iker grüßt – mit Freundin Laura – aus seiner Heimatstadt Vitoria.

R. Miller
Lesezeit 3 Min
Weltklasse-Handballer und Weltklasse-Typ: Iker Romero bei seinem Füchse-Abschied im Juni.

Weltklasse-Handballer und Weltklasse-Typ: Iker Romero bei seinem Füchse-Abschied im Juni.

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„Ich habe mir extra Sport 1 angeschafft, um meine Füchse und die Bundesliga auch von Spanien aus zu verfolgen. Und wenn meine Jungs nicht im Fernsehen gezeigt werden, dann fiebere ich per Liveticker mit“, freut sich der Ex-Kapitän in seiner spanischen Heimatstadt Vitoria auf den Saisonstart am Sonnabend in Melsungen. Romero: „Ein schwerer Auftakt. Aber ich telefoniere noch oft mit den Jungs und weiß, dass die Stimmung in der Truppe gut ist. Auch die neuen Spieler werden richtig helfen. Wir haben immer von unserem guten Charakter gelebt. Den hat diese Mannschaft immer noch!“

Was traut er seinem alten Klub zu? Romero: „Dass sich mit Paul Drux und Mattias Zachrisson gleich zwei wichtige Spieler langwierig verletzt haben, ist eine richtige Katastrophe. Aber das müssen die anderen kompensieren. Wir kennen das mit Verletzungen aus den letzten Jahren gar nicht anders. Wichtig ist, keinen Druck aufzubauen. Die Jungs sollen immer nur an das nächste Spiel denken.“

Beim ersten Heimspiel am 5. September gegen DHfK Leipzig ist der 35-Jährige selbst dabei. An diesem Tag wird sein Trikot unter das Dach der Schmelinghalle gezogen. Romero: „Ich habe im Handball ja schon einiges erlebt. Aber das hat mich total überrascht. Ich war doch nur vier Jahre da und bekomme trotzdem so eine Ehrung. Wahnsinn, aber richtig geil.“

Weil Freundin Laura Berlin ebenfalls verlassen hat und jetzt beim spanischen Erstligisten Prosetecnisa Zuazo (rund 70 Kilometer von Vitoria entfernt) auf Torejagd geht, ist er nicht mehr so oft in Berlin. Außerdem soll er künftig eine Tätigkeit beim spanischen Handballverband übernehmen.

17 Jahre lang hat er sich im Sommer immer auf die nächste Saison vorbereitet. Romero lacht: „Jetzt fahre ich nur noch Fahrrad. Und das tut meinem Körper richtig gut. Auch deshalb hoffe ich, dass die Jungs gut starten. Nicht, dass mich Bob Hanning beim Wiedersehen zu einem Comeback überreden will. Aber da würden auch drei Flaschen Rioja nicht reichen. Es geht einfach nicht mehr“, so Romero.

Allein fünf Mal wurde er am rechten Knie operiert. Im linken Knie zwickt eine chronische Sehnenscheidentzündung. Außerdem hatte er schon Frakturen in beiden Knöcheln, einen Bruch der rechten Schulter, zwei Nasenbeinbrüche und bis auf einen alle Finger schon mal kaputt. Romero: „Aber das war mir der Handball wert!“

Und dass Romero den Füchsen viel wert war und ist, werden ihm die Fans bei der Rückkehr mit viel Jubel und dem langgezogenen Iiiiikeeeer Rooooomeeeeroooo zeigen. Im Fuchsbau Berlin!

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