Dresden Straßenschlachten zwischen Autonomen und Polizisten, brennende Barrikaden und viele Festnahmen: In Dresden kam es bei den Protesten gegen Nazi-Aufmärsche zu Szenen der Gewalt.Mit Sitzblockaden, Mahnwachen und Menschenketten versuchten gleichzeitig über 20000 Dresdner und ihre Freunde aus dem ganzen Bundesgebiet, die Nazis aus der Stadt zu vertreiben.Das Verwaltungsgericht Dresden hatte den Rechtsextremisten gestern gleich drei Demos im Stadtgebiet erlaubt. Doch die Stimmung unter den Nazis war von Anfang an aggressiv - denn ihre Märsche scheiterten am entschiedenen Widerstand der Bürger. Die Polizei sicherte die geplanten Wege der Extremisten, geriet zwischen die Fronten, als Tausende von Antifaschisten die Absperrungen durchbrachen. Zeitweise eskalierte die Situation: Szenen wie bei den Straßenschlachten am 1. Mai in Berlin, bis die Polizei die Lage wieder unter Kontrolle hatte.Vor allem Politiker von SPD und Linken waren nach Dresden gekommen, darunter Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse. Am Ende wurde es wie im Vorjahr ein Triumph für die Nazi-Gegner - nur 600 der angereisten 4000 Rechtsextremisten schafften es an die zugewiesenen Demo-Orte, die anderen irrten durch die Stadt. Schließlich wichen die Nazis dem Widerstand: Sie verließen Dresden, wollten am Abend in Leipzig weitermarschieren.------------------------------BU: Aufmarsch der Schande (l.). SPD-Thierse und Petra Pau (Linke) vereint im Kampf gegen Neonazis. Bei den Demos gab es viele Festnahmen (r.)
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