Berlin - Blitze am Himmel: Es war die Nacht, die mit Gewittern den Berlinern den lang ersehnten Regen brachte. Doch was da herunter kam, war nur ein Tropfen auf die heiße Stadt. Berlin blieb von einem Unwetter verschont.Wie viel Regen bekam Berlin ab? Nur zwei Liter/Quadratmeter in Tegel, mit acht Litern fiel in Schönefeld der meiste Regen in Berlin. "In Brandenburg waren es bis zu 50 Liter - so viel, wie sonst im ganzen Monat Juli fallen. Rund um Fürstenwalde schüttete es sogar 84 Liter", sagt Friedrich Föst (32) vom Wetterdienst Meteo-Group.Warum bekamen wir so wenig ab? Föst: "Die Gewitter zogen nur langsam über die Region. Das ist, als wenn man die Gießkanne nur über ein Blumenbeet kippt. Wenn man die Kanne nicht nachfüllt, bekommen die anderen nur paar Tropfen bzw. nichts mehr ab."Hat der Regen uns überhaupt was gebracht? Fast nichts. Bäume, Pflanzen in Gärten und Felder brauchen weiter viel Wasser. Die Böden sind so hart, dass sie nicht viel Regenwasser aufnahmen. Das meiste floss in die Kanalisation.Der Regen spülte so viel Dreck weg. Hat das die Badeseen verunreinigt? Nein, im Gegenteil: "Es kam frisches Wasser von oben, reicherte die Seen sogar mit neuem Sauerstoff an, was dort die Algenbildung aufhält", sagt Föst.Dürfen wir in den Parks wieder grillen? Nein. Wegen der Trockenheit ist die Brandgefahr noch sehr hoch. Das Grillverbot im Tiergarten etwa wurde deshalb gestern bis zum 13. August verlängert.Wie geht es weiter? "Bis Dienstag haben wir mit bis zu 28 Grad angenehme Sommertage", sagt Föst. "Mittwoch ist die Hitze mit 36 Grad kurz da. Ab Donnerstag sorgt dann eine Kaltfront mit Gewittern für Abkühlung und ein wechselhaftes Wetter mit bis zu 27 Grad."------------------------------Zwischenzeile: DER REGEN WAR GUT FÜR DIE BADESEENBU: Ein riesiger Blitz, ganz dicht am Fernsehturm: Er kündigte Gewitter an, die viel Regen über die Stadt bringen sollten. Doch erst in den Morgenstunden kamen paar heftige Güsse herunter.
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