Es war die Tat eines gekränkten Narzissten Psychologin hält Wettermann für selbstverliebt

Kachelmann-Gutachterin

BK
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Mannheim - Tropische Temperaturen heizen Deutschland ein - doch für Wettermoderator Jörg Kachelmann sind die Aussichten trübe: Er muss noch zwei weitere Monate im Knast auf seinen Prozess warten. Sicher unerträglich für den dominanten Kontrollfreak. So jedenfalls charakterisiert eine Gutachterin den Schweizer Wettermann.Der Staatsanwalt hatte die Bremer Psychologin Luise Greuel beauftragt, Jörg Kachelmann und sein Verhältnis zum mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer unter die Lupe zu nehmen. Ergebnis: Greuel geht laut "Focus" in ihrem Gutachten davon aus, dass Kachelmann seine Partnerin in der 11-jährigen Beziehung an das Verhältnis "Domination - Unterwerfung" aktiv herangeführt hat. Seit 2009 habe sie ihr Verhalten gänzlich auf die Bedürfnisse des 51-Jährigen ausgerichtet. Das von der Radiomoderatorin beschriebene Verhalten Kachelmanns in der Tatnacht würde sich mit dem typischen Zusammenbruch eines ausgeprägten Narzisstendecken. Ein selbstverliebter Mensch mit übersteigerter Eitelkeit lasse nach einer schweren Kränkung seiner Wut und Frustration freien Lauf. Laut "Focus" hält es die Expertin für möglich, dass eine Zurückweisung der Frau und der plötzliche Kontrollverlust Kachelmann extrem gekränkt hätten. Narzissten reagierten auf derartige seelische Verletzungen. Ihre Aggression entlade sich in geradezu kontrollierter, instrumentaler Gewalt, so Greuel. Dass Kachelmann nach der angeblichen Tat die Wohnung verließ, ohne Spuren zu verwischen, entspräche auch dem Verhaltensmuster eines Narzissten. Kontrolle und Dominanz seien so wieder hergestellt. Eigene Grandiositätsvorstellungen würden es geradezu verbieten, irgendwelche Schutzmaßnahmen zu ergreifen und zum Beispiel die mutmaßliche Tatwaffe, das Küchenmesser, verschwinden zu lassen.------------------------------BU: Erst Anfang September soll der Prozess gegen Kachelmann beginnen.

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