Es sollen mehr zentrale Shopping-Sonntage festgelegt werden, als ursprünglich geplant

Ladenschluss: Parlament ändert Senats-Gesetz

Ronald Gorny
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Berlin - Noch vor Beginn des Weihnachts-Geschäfts soll das neue Berliner Ladenschluss-Gesetz in Kraft treten. Nach KURIER-Informationen wird es dabei wahrscheinlich zu einigen Veränderungen gegenüber den Senats-Plänen kommen.Die Fraktionen von SPD und Linken wollen acht statt sechs Shopping-Sonntage durch den Senat festlegen lassen, nur zwei in die Bezirkshoheit übergeben (Straßenfeste, Firmen-Jubiläen). Linke-Fraktionschef Udo Wolf: "Damit soll ein Flickenteppich beim Shopping vermieden werden."Zentral vom Land Berlin vorgegeben werden soll auch der Einkauf in der Vorweihnachtszeit. Nils Busch-Petersen vom Einzelhandelsverband, der an den Verhandlungen teilnimmt: "Die beiden Shopping-Sonntage im Advent sollten in jedem Fall im Dezember liegen, weil dann Arbeitnehmer ihr Gehalt auf dem Konto haben."Einen 24-Stunden-Verkauf nur am Hauptbahnhof - wie von der SPD für alle dortigen Geschäfte gefordert - lehnen Linke und Einzelhandelsverband ab. Busch-Petersen: "Das würde zu neuen Klagen führen." Eine Kompromiss-Möglichkeit wäre der Verkauf von Waren des täglichen Bedarfs an allen Fernbahnhöfen. Linke-Chef Wolf: "Wir wollen außerdem ein Verbands-Klagerecht, um in Streitfällen Arbeitnehmer zu schützen."

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