Es ist Zeit für ein VedaTOR

Ibisevic zeigt im Training, was er drauf hat.

Der Stürmer könnte am Freitag in der Startelf stehen.

Sebastian Schmitt
Lesezeit 2 Min
Vedad Ibisevic knipste im Training wie am Fließband und jubelte ausgelassen. 

Vedad Ibisevic knipste im Training wie am Fließband und jubelte ausgelassen. 

© City-Press GbR

Es war beeindruckend. Vedad Ibisevic war überall. Der Bosnier holte sich im Trainingsspiel die Bälle im Mittelfeld, tankte sich immer wieder durch das zugestellte Abwehrzentrum und knipste wie am Fließband. Und wunderschön: Entweder nach feiner Annahme mit einem wuchtigen Schuss ins kurze Ecke oder mit viel Gefühl per Lupfer ins lange Eck.

Wie viel Spaß der ehemalige Stürmer Nummer 1 der Blau-Weißen im Training hatte, zeigte sich, als er nach einer Flanke hochstieg, waagerecht in der Luft stand und per lehrbuchhaftem Fallrückzieher nur Zentimeter am Lattenkreuz vorbeischoss. Die Kollegen staunten und applaudierten.

Sein letztes Tor schoss er in Köln

„Schön für die Zuschauer, schön für die Fans, schön für den Trainer“, sagt Chefcoach Pal Dardai über den Trainingseinsatz des 33-Jährigen.
Einen Extra-Motivationsschub, weil sein Nachfolger im Sturmzentrum, Rekordeinkauf Davie Selke, verschnupft pausierte, will Dardai nicht gesehen haben. Für den Ungar ist sein Kapitän ein Musterprofi, verhält sich trotz der frustrierenden Situation einwandfrei. Mehr sogar: „Er ist gut drauf, zeigt in jedem Training top Einsatz. Man kann ihm nichts vorwerfen. Das ist vorbildlich.“

Böse Zungen würden sagen, dass Ibisevic nicht mehr als das Training bleibt, um sich zu zeigen. Elfmal hintereinander stand er zuletzt nicht in der Startelf, in Leverkusen saß er sogar 90 Minuten auf der Bank. Vier Buden hat er bisher gemacht. Das letzte VedaTor fiel in Köln – Ende November.

Selke ist zwar dank Vitamin-Spritzen wieder fit. Gegen die wahrscheinlich tiefstehenden Mainzer könnte Dardai aber auf Ibisevic setzten. „Wenn wir gegen eine Wand spielen, ist Vedad spielerisch besser als Davie“, sagt Dardai. In die Karten schauen lässt sich der Chef nicht. „Ich entscheide am Vormittag, wer spielt“, sagt er mit einem Grinsen, das auf der Gewissheit beruht, zwei starke Stürmer im Kader zu haben. 

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