Es war nicht Daridas Saison. Nach dem Außenbandriss im September kam er nicht richtig in Schwung, in der Rückrunde überzeugte er selten. Doch dann dieses Dribbling, mit dem er Kalous Führung einleitete. „Eine überragende Flanke, das ist schwer zu verteidigen, wenn man den Ball so reinjagt“, lobt Pal Dardai.
Die Leistungswende brachte eine Ansprache vom Trainer. Dardai, früher selbst beinharter Defensivkämpfer, weihte Darida in sein Geheimnis ein. „Als Sechser bist du entweder scheiße oder scheißegal.“ Wie bitte?
Dardai grinst. Na, ist doch klar: Gewinnt das Team, nimmt keiner von den Kämpfern im defensiven Mittelfeld Notiz. Ihre Leistung ist allen egal. Geht ein Spiel aber verloren, sind die Sechser schuld, weil sie die Löcher nicht gestopft haben.
Scheiße oder scheißegal, wieso hat ausgerechnet diese traurige Erkenntnis Darida nun zu so einer tollen Leistung befähigt?
Meistens wirkte der 26-Jährige in dieser Saison als Spielmacher und wollte stets das Besondere schaffen. Den entscheidenden Pass oder das Tor. Dieser Druck hemmte ihn. In Darmstadt übernahm er nun die defensive Rolle. Dardai: „Als Sechser musst du nicht glänzen. Du musst einfach und schnell spielen, ohne Ball stören, nicht weglaufen.“ Die Fokussierung auf das Fußball-Abc hat Darida gutgetan. Mach es einfach. Auch gegen Leverkusen.
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