Erasmia - Es gibt Trainer, die mit Fleiß, Geschick und Können große Mannschaften formen und mit ein bisschen Glück zum WM-Titel führen. Oder solche, die weniger große Teams vor dem Abstieg retten und sich dafür von allen richtig feiern lassen. Und es gibt Joachim Löw, den mächtigsten Bundestrainer aller Zeiten.Sepp Herberger in allen Ehren. Franz Beckenbauer und alle anderen obersten DFB-Fußball-Lehrer von Berti Vogts bis Jürgen Klinsmann auch. Aber das, was die Fans über den kumpeligsten aller Trainer und Teamchefs sangen - es gibt nur ein Rudi Völler -, trifft viel eher auf seinen Nach-Nachfolger zu. Es passt hundertprozentig auf Joachim Löw.Es gibt nur ein Jogi Löw - den offensten, mutigsten, unverbiegbarsten und vielleicht einmal sogar erfolgreichsten. Einen, der alles im Griff hat. Der nicht nur sagt "Jungs, geht's raus und spuits Fußball", sondern hinter dessen Art mal wieder so etwas wie eine Philosophie steckt. Der jetzt schon vom DFB ein Jahresgehalt von 2,5 Millionen Euro bekommt, nach dieser WM aber einen Bonus verdient hat, der sonst nur bei Bankmanagern üblich ist.Die ganze Welt lobt den Jogi. Und was noch wichtiger ist: Selbst unter den Meinungsmachern in der Heimat ist Jogi unantastbar. Franz Beckenbauer, Uwe Seeler, Jürgen Klinsmann, Oliver Kahn - sie alle haben Honig in der Stimme, wenn es um Löw geht.Denn es droht der Super-GAU. Was ist, wenn Löw - so wie Jürgen Klinsmann vor vier Jahren - nach der WM hinschmeißt, wenn er vom DFB, mit dem er sich oft zofft, die Nase voll hat?Oder lässt er sich doch davon überzeugen, die Saat, die mit diesem WM-Jahrgang erst gelegt ist, bei nächsten Turnieren blühen zu sehen und auch noch zu ernten?Um Löw zu halten, muss der DFB alle seine Forderungen erfüllen. Auch wenn es um die Zukunft von Manager Oliver Bierhoff und ein Jahresgehalt von vielleicht fünf Millionen Euro geht. Der DFB muss Jogi zum mächtigsten Bundestrainer aller Zeiten machen. Verbiegen muss sich dabei niemand. Denn das ist Jogi Löw schon längst.------------------------------
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