Erstochene Künstlerin

Die Mordermittler haben eine heiße Spur

Doch für den Verdächtigen zieht sich die Schlinge langsam zu.

Alexander Schmalz Eric Richard
Lesezeit 2 Min
Die 41-jährige Emordete Ewa Kowska posierte auch für die Berliner SM-Szene.

Die 41-jährige Emordete Ewa Kowska posierte auch für die Berliner SM-Szene.

© Privat

Die Jagd auf den mutmaßlichen Killer von Ewa Kowska läuft auf Hochtouren. Auch Montag waren Mordermittler und Kriminaltechniker in der 60 Quadratmeter großen Zwei-Zimmer-Wohnung in der Kreuzberger Pücklerstraße. Die Beamten suchten auf dem Computer und Telefon des Opfers weiter nach Möglichen Verbindungen zu dem gesuchten Verdächtigen, nachdem sie am Sonntagabend Bilder aus einer Überwachungskamera veröffentlicht hatten. 

Montag am Tatort: Kriminaltechniker laden Beweismittel ins Auto.

Montag am Tatort: Kriminaltechniker laden Beweismittel ins Auto.

© Eric Richard

Auch die Befragungen der Nachbarn ergaben, dass die Künstlerin kurz vor dem Brand getötet wurde. Zeugen hörten, wie Ewa Kowska Freitagabend mehrmals laut schrie. „15 Minuten später loderte das Feuer in ihrer Wohnung auf“, sagt eine Anwohnerin. Wenige Sekunden später krabbelte ein Mann aus ihrem Fenster, der dem gesuchten Grauhaarigen ähnlich sehen soll. Die Polizei geht von einer Verdeckungstat aus. Heißt: Der Täter wollte seine Spuren durch eine Brandstiftung beseitigen. Zum Glück brannte die Wohnung nicht komplett aus.

„Nach der Öffentlichkeitsfahndung erreichten uns einige sehr gute Hinweise aus dem Umfeld des Opfers“, sagt ein Polizeisprecher. Die Hoffnung sei groß, dass der Täter zeitnah gefasst wird. Nach eigenen Angaben soll er im Umfeld der Künstlerin erzählt haben, dass er Belgier sei. Unterhaltungen hätte er die meiste Zeit in Englisch geführt.

Die 41-Jährige, die mit bürgerlichem Namen Ewa Kacprykowska heißt, war Kuratorin und stellte ihre Werke für die Konrad-Adenauer-Stiftung in ganz Europa aus. In ihren letzten drei Jahren hatte sie häufig Geldsorgen.  

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