Mit einem Laptop mit durchsichtigem Bildschirm will der Technikhersteller Lenovo neue Möglichkeiten in seinem Computergeschäft austesten. Die chinesische Firma stellt das Gerät am Montag auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona der Öffentlichkeit als Prototypen vor. Ob und wann es in den Handel kommt, ist noch unklar. Neben dem gläsernen Bildschirm hat der Laptop eine Fläche, die als Tastatur oder als digitales Zeichenbrett genutzt werden kann.
Das Gerät soll zum Beispiel Designern die Arbeit erleichtern, wenn sie am Laptop sitzen und mit einem speziellen Stift Produkte entwerfen. Sie können sich von Gegenständen inspirieren lassen, die hinter dem Bildschirm zu sehen sind und deren Konturen sie übernehmen. Ein weiteres Anwendungsfeld sind Reisebüros oder Empfangsbereiche von Hotels, wo Laptopbildschirme bisweilen als störende Barriere zwischen Mitarbeiter und Kunden empfunden werden. Man kann den Bildschirm aber auch so einstellen, dass nicht jeder, der vorbeigeht, sieht, was man gerade darauf macht, so der Hersteller. Die technischen Daten wie Auflösung, Helligkeit und Farbraum des Displays sind noch nicht bekannt.
LG hat bereits einen durchsichtigen Fernseher entwickelt
Ob das Gerät jemals auf den Markt kommt, ist offen. Denn bei dem gläsernen Laptop handelt sich bisher nur um einen „Proof of Concept“ – also einen Nachweis, dass es technisch möglich ist. Ganz neu ist die Transparenzidee in der Elektronikindustrie nicht: So hat die Konkurrenz von LG einen Fernseher entwickelt, der ebenfalls durchsichtig ist. Der Mobile World Congress (MWC) in Barcelona ist am Montag gestartet und geht noch bis Donnerstag.■
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