Erste Hilfe

Auch Ameisen haben ein Rotes Kreuz

Sie retten ihre verletzten Artgenossen und bringen sie in Sicherheit.

BK
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Eine Matabele-Ameise versorgt die Wunde einer Artgenossin.

Eine Matabele-Ameise versorgt die Wunde einer Artgenossin.

© dpa

Die Matabele-Ameisen aus Afrika leben gefährlich. In Gruppen jagen sie Termiten und werden dabei oft verletzt. Die Verwundeten werden aber nicht einfach zurückgelassen. Vielmehr ziehen andere Ameisen los, holen ihre verletzten Artgenossen zurück ins Nest – und kümmern sich dort um sie, wie Forscher der Julius-Maximilians-Universität Würzburg herausfanden.

Ihre Ergebnisse haben sie im Journal „Proceedings B“ veröffentlicht. Ohne die Behandlung sterben 80 Prozent der Verletzten, nach der Verarztung waren es zehn Prozent, wie die Forscher berichten. „Wir vermuten, dass sie auf diese Weise die Wunde säubern und eventuell antimikrobielle Substanzen auftragen, um die Gefahr von Infektionen zu verringern.“

Schwer verletzte Ameisen lassen sich nicht helfen

Die Wissenschaftler hatten zuvor herausgefunden, dass verletzte Ameisen einen Duftstoff absondern, mit dem sie Kameraden zu Hilfe rufen. Schwer verletzten Ameisen wird nicht geholfen.

Die Entscheidung darüber treffen nicht die Helfer, sondern die Verletzten selbst: Leicht verletzte Ameisen bleiben ruhig und ziehen ihre verbliebenen Beine an, um den Abtransport zu erleichtern. Schwerverletzte schlagen hingegen um sich –  bis sie zurückgelassen werden. Die aussichtslosen Fälle sorgen also selbst dafür, dass keine wertvolle Energie in ihre Rettung investiert wird.

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