Erst schlemmen, dann arbeiten Die Bäume sollten sofort nach der Ernte beschnitten werden

Kirschen

BK
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Jetzt ist Süßkirschenzeit: Die Experten von Ulmers-Gartenkalender raten, die Bäume sofort nach der Ernte zu beschneiden, weil jetzt die Schnittwunden gut verheilen.Durch den schnelleren Heilungsprozess sind die Bäume auch weniger anfällig für Bakterien oder Pilze, so die Experten. Auch der lästige "Gummifluss", der nach starken Eingriffen passiert, wird eingeschränkt. Laut den Experten bringt der Neutrieb in den Folgejahren größere Früchte hervor.Nach dem Schnitt müssen die Schnittwunden mit Wundverschlussmittel verstrichen werden. Sollte ein Obstbaum trotz guter Pflege im Wachstum stagnieren, krankheitsanfällig sein oder zu kleine Früchte tragen, kann er mit einer ausgewählten Sorte veredelt werden.Beim Veredeln wird eine Unterlage (z. B. Wurzelstock) mit einem Edelreis (Teil eines Zweiges) oder einem Edelauge (Knospe) verbunden. Damit Unterlage und Edelreis problemlos zusammenwachsen, sollten beide möglichst nah miteinander "verwandt" sein. Die Fruchtgröße und die Baumgröße werden vom Wurzelstock (Unterlage) bestimmt. Wächst dieser kräftig und stark, entwickeln sich große Bäume. Bei verhaltenem Wuchs bleiben die Bäume eher klein.Wichtig ist, nur Edelreis zu verwenden, der frei von Viren, Mehltau und Krankheiten ist. Die Unterlagen dürfen nicht verwelkt, sondern müssen frisch und kräftig sein.Übrigens: Wer täglich ein halbes Pfund Kirschen isst, soll vor Gicht geschützt sein. Außerdem soll der Verzehr von Kirschen den Harnsäurespiegel senken, eine schöne Haut machen und Entzündungen hemmen.Die Früchte werden in der Naturmedizin auch als Mittel gegen Parodontose und Arthritis genutzt.Früher kamen auch die Blätter mit in die Hausteemischung und zu den Gurken in den Einlegetopf. Der Aufguss der getrockneten Stiele der Kirschen galt als schleimlösend und noch heute werden die Stiele den Entfettungstees beigemischt. Die größte Heilkraft sprach man aber dem Kirschgummi oder Katzengold zu. Das Harz in Wein aufgelöst, ergab einen guten Hustentrank.Zur Urgroßmutters Zeiten hielt man sich bei Mondlicht den Kirschenbäumen aber lieber fern: Dann sollen dort Geister ihr Unwesen treiben.

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