Elf Minuten oder 660 Sekunden gucken die Real-Weltstars ein bisschen komisch aus der Wäsche. Wie an der Schnur gezogen läuft die Kugel von Kobiaschwili über Ramos und Lustenberger zu Ebert. Präziser Schuss in die linke Ecke, Reals Weltmeister-Torhüter Casillas ist auf dem falschen Fuß erwischt – das schöne, überraschende und nicht unverdiente 1:0 (18.).
Die Hertha-Fans sind aus dem Häuschen. Trainer Markus Babbel auch: „Es war ein tolles Erlebnis für die Fans, aber auch für uns. Die ersten 20 bis 25 Minuten haben mir gut gefallen.“ Nur Torschütze Patrick Ebert bleibt gelassen: „Für mich ist dieses Tor eines wie jedes andere. Es war ja nur ein Freundschaftsspiel. Ich will lieber in der Bundesliga Tore schießen.“
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Roman Hubnik - hier im Kampf gegen Reals Ronaldo - wird den Herthanern noch eine Weile fehlen.
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So schön das Tor auch ist, Real wäre nicht Real, wüsste gerade Cristiano Ronaldo auf den Rückstand keine Antwort. Schwupp – schon fliegt sein Freistoß über Herthas-Sechs-Mann-Mauer ins rechte Dreiangel. Beim 1:1 (29.) hat Keeper Thomas Kraft nicht den Hauch einer Abwehrchance.
Dieser Ausgleich trifft Hertha ins Herz. Jetzt spielt Real seine ganze Klasse aus. In vielen Momenten wird deutlich, wer da gegen wen auf dem Rasen steht. Hier der Bundesliga-Aufsteiger mit seiner talentierten Elf, dort die ehemaligen Welt-Fußballer Cristiano Ronaldo (2007) und später Kaka (2008) sowie die Weltmeister Casillas, Xabi Alonso, Arbeloa und Albiol.
Trotzdem lobt Mesut Özil Herthas Auftritt. „Die Berliner haben Gas gegeben und uns das Leben schwer gemacht“, so der deutsche Nationalspieler, „aber wir haben verdient gewonnen.“ Obwohl Real erst am 21. August in die Liga startet, trumpfen die Königlichen richtig auf. Benzema macht mit einem Doppelpack (33., 47.) den Sieg perfekt.
Weltfußballer Cristiano Ronaldo erfüllt KURIER-Gewinner Nils Lüder alle Autogrammwünsche.
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Ein Foto für’s Album: Nils und Papa Bodo nehmen Kaka in die Mitte.
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Mesut Özil überreicht Nils die Tickets für das Spiel am Abend. Raphael Varane schaut im Hintergrund zu.
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Auch Sami Khedira schrieb tüchtig Autogramme.
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Das Shirt, das Nils präsentiert, ließ er für Freundin Debbie signieren. Als die Mannschaft von Madrid auf dem Flughafen in Tegel landete, erwies die Berliner Feuerwehr den Stars die Ehre.
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Nicht Ronaldos Zauber-Freistoß bringt Markus Babbel auf die Palme, sondern die beiden Tore des Franzosen. „Das 1:1 war einfach klasse“, sagt Herthas Trainer, „aber die beiden anderen Tore fielen zu einfach.“ Andreas Ottl weiß: „Solche Fehler wie müssen wir in der Bundesliga abstellen.“
Pech hatte Hertha aber auch. Roman Hubnik bekam einen Tritt auf den Mittelfuß und wird Donnerstag untersucht. Hoffentlich keine Hiobsbotschaft vor dem Pokalspiel Sonntag in Meuselwitz.
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