Er wollte sich umbringen

Macheten-Irrer schaltet vier Polizeibeamte aus

Nicht weniger als vier Polizisten hat ein offensichtlich verwirrter Mann mit einer Machete am Freitagabend bei einem Polizeieinsatz in Lichtenberg verletzt.

Jo Studnik
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© Dana60Cummins/Creative Commons (Symbolbild) Lizenz

Mitarbeiter der freiwilligen Feuerwehr waren als erste zur Wohnung des Lebensmüden geeilt - doch der griff sie ohne Vorwarnung an und schlug einen der Helfer. Polizisten kamen zur Hilfe und klingelten gemeinsam mit den Feuerwehrlern an der Wohnungstür. Der Mieter weigerte sich, zu öffnen. Um zu verhindern, dass der Mann sich umbringt, öffneten die Rettungskräfte die Tür gewaltsam.

Der 36-Jährige hatte sich inzwischen mit einer Machete bewaffnet, mit der er die Beamten bedrohte. Ein Polizist setzte daraufhin Reizgas ein. Daufhin warf der Mann die Machete in Richtung der Beamten. Hierbei erlitt ein Polizeiobermeister eine schwere Schnittverletzung an der Hand.

Der aggressive Mieter hatte sich inzwischen in einem Zimmer verbarrikadiert. Auch diese Tür öffneten die Beamten gewaltsam und überwältigten ihn. Er trug Quarzsandhandschuhen und hatte sich eine PTB Waffe auf dem Tisch bereitgelegt. Bei seiner Festnahme schlug und trat der 36-Jährige so heftig um sich, dass er weitere zwei Polizisten verletzte. Den Beamten gelang es, ihn an Händen und Füßen zu fesseln und ihn mit dem Rettungswagen der Feuerwehr zur Behandlung in ein Krankenhaus zu bringen.

In der Wohnung hatte der Mann auf einem Grill Kohlen entzündet. Wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung durch den eingeatmeten Qualm mussten zwei Beamte in einem Krankenhaus, konnten ihren Dienst im Anschluss jedoch wieder aufnehmen.

Die Polizisten, die bei der Festnahme verletzt wurden, beendeten ihren Dienst für diese Nacht. Auch eine Polizeimeisterin, die einen Schock erlitten hatte, beendete ihren Dienst vorzeitig. Aufgrund der Schnittverletzung an der Hand musste der Polizeiobermeister stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. JSt

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