Gegen 13 Uhr hallen mehrere Schüsse durch den Kietzer Weg, eine kleine Pflastersteinstraße in Lichtenberg. Das getroffene Opfer, das ein Abzeichen der „Guerilla Nation Nomads“ trägt, schleppt sich noch 30 Meter auf den Garagenhof einer privaten Werkstatt, wo er zusammensackt und stirbt.
Sofort stürmen aufgebrachte Mitglieder der „Guerilla Nation“ aus dem benachbarten Clubhaus. Andere Rocker sollen außerdem Zeugen der Hinrichtung gewesen sein. Als die alarmierte Polizei eintrifft, müssen sie rund 30 muskelbepackte Rocker beruhigen.
Der Tatort wird abgesperrt, eine Drohne macht Luftbildaufnahmen. Kriminaltechniker sichern Spuren und Patronenhülsen neben der umgestürzten Maschine des Opfers. Offensichtlich haben der oder die Täter dem 28-Jährige auf dem Weg zum Clubhaus aufgelauert.
Möglicherweise waren auch sie motorisiert. Ihre Spur führt über das angrenzende Wäldchen am Ende der Pflastersteinstraße in Richtung Frankfurter Allee. Eine Obduktion soll heute Klarheit über die Anzahl der Todesschüsse bringen.
Die „Guerilla Nation“ ist recht neu in Berlin. In wenigen Monaten hat sie 200 Mitglieder gesammelt. Sie verfügen über gute Verbindungen zu kriminellen Clans, und sie kämpfen an der Seite der berüchtigten „Hells Angels“.
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