Mitglied im Rockerclub "Guerilla Nation

Motorradfahrer in Lichtenberg erschossen

Das Opfer schleppte sich sterbend auf einen Schrauber-Platz

Alexander Schmalz Eric Richard
Lesezeit 2 Min
Aufgebrachte Rocker der „Guerilla Nation“ müssen beruhigt werden. Auf der Straße wurde gerade eins ihrer Mitglieder (28) erschossen.

Aufgebrachte Rocker der „Guerilla Nation“ müssen beruhigt werden. Auf der Straße wurde gerade eins ihrer Mitglieder (28) erschossen.

© Eric Richard

Gegen 13 Uhr hallen mehrere Schüsse durch den Kietzer Weg, eine kleine Pflastersteinstraße in Lichtenberg. Das getroffene Opfer, das ein Abzeichen der „Guerilla Nation Nomads“ trägt, schleppt sich noch 30 Meter auf den Garagenhof einer privaten Werkstatt, wo er zusammensackt und stirbt.

Sofort stürmen aufgebrachte Mitglieder der „Guerilla Nation“ aus dem benachbarten Clubhaus. Andere Rocker sollen außerdem Zeugen der Hinrichtung gewesen sein. Als die alarmierte Polizei eintrifft, müssen sie rund 30 muskelbepackte Rocker beruhigen.

Der Tatort wird abgesperrt, eine Drohne macht Luftbildaufnahmen. Kriminaltechniker sichern Spuren und Patronenhülsen neben der umgestürzten Maschine des Opfers. Offensichtlich haben der oder die Täter dem 28-Jährige auf dem Weg zum Clubhaus aufgelauert. 

Möglicherweise waren auch sie motorisiert. Ihre Spur führt über das angrenzende Wäldchen am Ende der Pflastersteinstraße in Richtung Frankfurter Allee. Eine Obduktion soll heute Klarheit über die Anzahl der Todesschüsse bringen. 

Die „Guerilla Nation“ ist recht neu in Berlin. In wenigen Monaten hat sie 200 Mitglieder gesammelt. Sie verfügen über gute Verbindungen zu kriminellen Clans, und sie kämpfen an der Seite der berüchtigten „Hells Angels“. 

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema