Er spritzte sich Potenzmittel

Brite mit Dauer-Erektion in Berliner Krankenhaus

Jetzt droht die Amputation.

Philippe Debionne_richtig Klaus Oberst
Lesezeit 2 Min
Die Rettungskräfte brachten die Frau ins Krankenhaus.

Die Rettungskräfte brachten die Frau ins Krankenhaus.

© dpa/Lukas Schulze

Ende Juli lernte der homosexuelle Danny P., der in Berlin als Krankenpfleger arbeitet, einen Mann kennen und ging mit ihm nach Hause. In einem Interview mit dem Szenemagazin Pink News erzählt der Mann, dass er er sich hier ein Potenzmittel spritzte. Dabei soll es sich um Alprostadil gehandelt haben, ein Medikament, das normalerweise bei der Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt wird.

Starke Schmerzen und Operationen

Mit fatalen Folgen: Denn die Erektion verschwindet seither nicht mehr, starke Schmerzen sind die Folge. So stark, dass Danny P. mittlerweile in einem Berliner Krankenhaus liegt.

Hier sei nach Informationen des Schwulenmagazins queer versucht worden, dem Mann mittels einer Operation zu helfen. Dabei sei eine Vene eines Oberschenkels des Mannes mit seinem Penis verbunden worden, um so das für die Dauer-Erektion verantwortliche Blut abzupumpen. Doch ohne Erfolg.

Gegenüber dem KURIER bestätigte der Mann am Mittwoch, dass er wegen der Dauererektion noch immer im Krankenhaus sei. Für ein ausführliches Interview fehle im aber derzeit die Kraft. Er habe "starke Schmerzen", es gehe ihm "überhaupt nicht gut". In den nächsten Tagen werde sich entscheiden, wie es weitergeht.

Penis muss möglicherweise amputiert werden

Die medizinische Bezeichnung für die Dauererektion, an der der Brite leidet, lautet Priapismus. Und ist alles andere als lustig. Dabei werden beide Penisschwellkörper des Patienten steif, Eichel und Harnröhrenschwellkörper bleiben jedoch schlaff. Die Folge: Statt Lustgefühl verursacht Priapismus extrem starke Schmerzen. 

Mittlerweile droht dem Sänger nun das wohl schlimmste, was einem Mann passieren kann: Sollte keine Besserung eintreten, muss sein bestes Stück aufgrund einer Gewebe-Nekrose (also absterbendes Gewebe) amputiert werden. 

Crowdfunding-Kampagne gestartet

Weil Danny andere Männer davor warnen will, allzu leichtfertig mit Potenzmitteln zu experimentieren, hat er sich entschieden, seine tragische Geschichte öffentlich zu machen. Zudem haben Freunde des Mannes eine Crowdfunding-Seite für Danny P. eingerichtet, damit er Zusatzbehandlungen im Rahmen seines Krankenhausaufenthalts bezahlen kann. 

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