Krefeld - Er wollte seiner Nachbarin einen Denkzettel verpassen. Doch ein Rentner (66) aus Krefeld erschreckte die herzkranke Frau (48) buchstäblich zu Tode.Der zänkische Mann drückte drei Komplizen in bester Mafia-Manier Geld in die Hand, eine Tüte mit Steinen und einen Zettel mit der Drohung "Das war erst der Anfang". Dann schickte er sie aufs Nachbargrundstück zu der Frau, die ihm angeblich Geld schuldete. Was er den Kumpanen (32, 42 und 44 Jahre alt) jedoch verschwieg: Die Frau war herzkrank. Als die Steine flogen und die Scheiben barsten, erlitt die Nachbarin einen Schock, musste vom Notarzt wiederbelebt werden. Doch die Attacke war zu viel für ihr schwaches Herz. Sie starb wenige Tage später im Krankenhaus. Diagnose: Herzversagen.Fahrlässige Tötung, Körperverletzung und Anstiftung zur Sachbeschädigung lauteten gestern die Anklagepunkte vor dem Krefelder Landgericht. Der Rentner schluchzte: "Ihren Tod habe ich nicht gewollt." Der Angeklagte hätte aber die tödlichen Folgen einkalkulieren müssen, so der Vorwurf. Das Verfahren gegen die Steinewerfer wurde eingestellt: Die Männer hatten von der Herzkrankheit wirklich nichts gewusst, so das Gericht.
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