Er geht mit einem lachenden Auge Es reicht. Nach 32 Jahren Politik ist er amtsmüde

Hamburger Bürgermeister Ole von Beust

Tos
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Hamburg - Lange 32 Jahre machte Ole von Beust Politik für die CDU, neun als Bürgermeister in Hamburg. Wenige Minuten dauerte sein Abschied von der politischen Bühne im Rathaus. Am 25. August ist Schluss. Beust ist amtsmüde. Und er steht dazu: "Wie es schon in der Bibel heißt: Alles hat seine Zeit - das gilt auch für Politiker."Beust machte es kurz und (fast) schmerzlos, scheidet auch mit einem lachenden Auge aus dem Amt. Seine "politische Vernunft" sage ihm, dass er sich bei den nächsten Bürgerschaftswahlen 2012 nicht ein fünftes Mal aufstellen lassen sollte. Er habe Kanzlerin Angela Merkel über seine Entscheidung informiert (die Grünen erst gestern). Als seinen Nachfolger nominierte der CDU-Landesvorstand einstimmig Innensenator Christoph Ahlhaus. Er wolle das Amt "mit viel Leidenschaft" antreten, versprach der 40-Jährige.Für den Koalitionspartner GAL ist er allerdings ein schwierigerer Partner als der mehr liberale Beust. Schwarz-Grün ist in der Hansestadt noch nicht über den Berg. Grünen-Landeschefin Katharina Fegebank hat "sehr, sehr wenig Verständnis" dafür, dass Beust "mitten im Stück die Bühne" verlässt. Und von der SPD erschallen Rufe nach Neuwahlen. Nach SPD-Landeschef Olaf Scholz fordert das auch Generalsekretärin Andrea Nahles. Und so nebenbei beerdigt sie auch noch Schwarz-Grün: "Das erste schwarz-grüne Experiment lässt sich nicht erfolgreich fortsetzen." Auch FDP-General Christian Linder unkt. Der "einzige prominente Kopf" der schwarz-grünen Koalition sei von Bord gegangen sei.Es wird einsam um Merkel. Wer sich den Aderlass an der CDU-Spitze schön reden will, spricht von Verjüngung, Wandel und Wechsel. Andere sehen Beusts Rücktritt als harten Schlag für die schon angezählte Kanzlerin, die in einem Jahr sechs Landesfürsten verlor. Grünen Fraktionschef Jürgen Trittin lästert: "Alle verzweifeln an Angela Merkel." Und Nahles legt nach: "Die Union ist im Zerfall begriffen." Liefen jetzt Neuwahlen im Bund, müsste Merkel im Kanzleramt wohl Umzugskisten packen.------------------------------

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