Sigmund Czech (65) zeigt die freigelegte Tunnelröhre ...
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... durch die ab 1899 Straßenbahnen fuhren.
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Auf Alt-Stralauer Seite zeugt die Tunnelstraße von der ehemaligen Verbindung unter der Spree.
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Mit Sigmund Czech (65) ging der KURIER auf Spurensuche. Vor rund einer Woche hat der Berliner Hobby-Historiker das Tunnelstück entdeckt. Nach 47 Jahren ist der geheime Spreetunnel wieder aufgetaucht. 1968 wurde er auf Treptower Seite abgerissen und zugeschüttet.
Gebaut wurde die Flussunterquerung zwischen 1895 und 1899 von der Gesellschaft für den Bau von Untergrundbahnen. Der erste Unterwassertunnel Deutschlands – zwölf Meter unter der Spree – diente auch als Test für den späteren U-Bahn-Bau in Berlin.
Von 1899 bis 1932 fuhren Straßenbahnen durch die insgesamt 582 Meter lange und und 3,76 Meter hohe Tunnelröhre. Der Spitzname der Straßenbahn zwischen Stralau und Treptow lautete „Knüppelbahn“. Da die Verbindung nur eingleisig war, durfte nur ein Zug unterwegs sein – und zwar nur der, dessen Fahrer in dem Moment den Knüppel hatte. Dieser wurde bei der Ausfahrt dann weitergereicht.
Weil es bei der ersten öffentlichen Untergrundbahn immer wieder Probleme mit einsickerndem Wasser der Spree gab, wurde der Verkehr 1932 eingestellt. Vor dem Umbau zum Luftschutzbunker im Zweiten Weltkrieg durften Fußgänger die Verbindung unter der Spree nutzen. Das Bauwerk zog auch zu den Olympischen Spielen 1936 und ein Jahr später zur 700-Jahr-Feier Berlins viele Neugierige an.
Beim Bezirk weiß man von dem ausgebuddelten Teilstück des Bauwerks. Die Leiterin des Straßen- und Grünflächenamtes, Dr. Ingrid Lehmann, bestätigte gestern dem KURIER, dass der verschüttete Eingang neben dem „Zenner“ mit einer Informationstafel versehen wird. Diese soll spätestens mit Abschluss der Umbauarbeiten im Treptower Park Ende 2016 stehen.
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