Engelbert Lütke Daldrup hat stressreiche Monate hinter sich. „Wir haben uns fast bis zum Erbrechen mit Risiken beschäftigt“, sagte er am Mittwoch. „Wir haben die Dinge durchgeknetet, so weit man sie durchkneten kann.“
Seit fast einem Jahr ist Lütke Daldrup Flughafenchef, und er wirkt nicht mehr ganz so agil wie zu Beginn. Doch er nimmt sich die Zeit, wieder und wieder seine Botschaft zu wiederholen: „Wir haben uns dieses Mal vorgenommen, den Termin auch wirklich einzuhalten“ – den aktuellen BER-Eröffnungstermin im Oktober 2020. „39 von 40 Gebäuden sind fertig“ – nach dem Nordpier nun auch der südliche Gebäudeflügel des zentralen Terminals. Wenn da nur das 40. Gebäude nicht wäre: das zentrale Fluggastterminal. Hier sind immer noch Mängel zu beseitigen.
Bis Ende 2018 sollen alle Arbeiten abgeschlossen werden. „In einzelnen Gewerken dauern die Prüfungen bis zum ersten Quartal 2019“, heißt es. Dann folgen Prüfungen und Praxistests. Oktober 2020 sollen Menschen und Anlagen von Tegel zum BER ziehen, in zwei Schüben mit 14 Tagen Abstand.
Warum dauert das alles noch so lange? „Wir haben noch zweieinhalb Jahre Durststrecke vor uns“, sagt der BER-Chef. In die Zeitplanung wurden Puffer eingebaut, weil ja immer noch etwas schief gehen könnte. „Wir müssen auch die nächsten zweieinhalb Jahre Ihre Nerven strapazieren“ – die der Bürger und der Politiker. Still liegt er da, der BER. Was brütet er als Nächstes aus?
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