Endlich fertig

Was taugt das Umsonst-WLAN für alle?

KURIER-Test zeigt: Berlin kann Gratis-Internet.

Sophia Kräge Andreas Klug
Lesezeit 2 Min
KURIER-Reporterin Sophia Kräge hat unterm Fernsehturm beste WLAN-Verbindung.

KURIER-Reporterin Sophia Kräge hat unterm Fernsehturm beste WLAN-Verbindung.

© camcop media / Andreas Klug

Nach langen Planungen und Aufbauarbeiten gingen vergangenen Juni die ersten Hotspots an den Start. Das Ergebnis war eher mau. Etwa an Sehenswürdigkeiten wie dem Brandenburger Tor, wo nur mit viel Mühe eine Verbindung zum „Free WiFi Berlin“ zustande kam.

656 Zugangspunkte für kostenloses WLAN sind online geschaltet

Was lange währt, scheint jetzt endlich gut zu werden. Seit Donnerstag haben der Senat und der Netz-Betreiber (eine IT-Firma aus Nürnberg) alle 656 Zugangspunkte in den Bezirken online geschaltet. Nun muss man die Hotspots nur noch finden. Die Hinweisschilder werden erst in den kommenden Tagen angebracht.

Steven Göhler (44) aus Charlottenburg freut sich über das öffentliche Internet. Er nutzt es gerne.

Steven Göhler (44) aus Charlottenburg freut sich über das öffentliche Internet. Er nutzt es gerne.

© camcop media / Andreas Klug

Dafür funktioniert der Gratis-Surfspaß, zumindest dort, wo der KURIER testete. Erste Station war der Fernsehturm. „Ich benutze das Gratis-WLAN zum herunterladen von Liedern, es funktioniert fast problemlos. Nur wenn viele Leute hier sind, hängt es manchmal“, sagt Rikschafahrer Tomte Gawantka (43) aus Charlottenburg.

Bei „Free WiFi Berlin“ gibt es keine Zeitbegrenzung

Auch an den Stationen Brandenburger Tor oder vor dem Friedrichstadt-Palast bekommt man eine stabile Verbindung. Allerdings muss man sich dabei oft mit dem Smartphone hin und her bewegen, um den besten Empfang zu finden.
Künftig soll es „Free WiFi Berlin“ auch in Rathäusern, Museen, Schulen und Bibliotheken geben.

Eine Zeitbegrenzung fürs Surfen gibt es nicht. Auch muss man keine persönliche Daten eingeben, um gratis ins Netz zu kommen. Und das geht einfach: Man aktiviert auf dem Smartphone die WLAN-Suche, klickt dann auf „Free WiFi Berlin“.

Auf der sich öffnenden Startseite muss der Nutzer allerdings ein zehn Sekunden langes Werbevideo eines Hörbuch-Anbieters über sich ergehen lassen, bevor er das Gratis-Internet nutzt. Grund: Mit der Werbung werden die Surfkosten finanziert.

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