Ekelrituale mit Kindern

Zwei Fußballtrainer bleiben straffrei

Die Angeklagten bezeichneten alle Vorwürfe als Lügen.

Kerstin Rebien
Lesezeit 1 Min

Sie trainierten beim BFC Dynamo kleine Fußball-Spieler. Im Mai 2016 aber war es vorbei. Eine Anzeige, der sofortige Rauswurf. Kinder hatten von angeblichen Ekel-Ritualen bei einem Party-Spiel in einem Hotelzimmer in Rostock gesprochen. Fünf Jungen, 10 und 11 Jahre alt, wurden als Opfer genannt.

Der Richter: „Die Dinge bleiben offen, aber wir sehen uns näher bei einem Freispruch als bei einer Verurteilung.“ Möglicherweise hätten Erol L. und Torben F. (Namen geändert) ihre Aufsichtspflicht „am unteren Rand der Strafbarkeit“ verletzt. Weil es bei dem Spiel der Jungen untereinander auch „eklige Dinge“ gab.

In der Anklage genannt: Lecken am Heizungsrohr, bis die Zunge schwarz war. Staub vom Boden lecken. An dreckigen Socken riechen, Wasser aus der Klo-Spülung trinken. Auch Aufgaben mit Sex-Bezug wurden ihnen vorgeworfen. Dazu der Richter: „Wir haben es definitiv nicht mit einer Sexstraftat zu tun.“ L. und F. hatten alle Vorwürfe als Lüge bezeichnet – erhoben, „nachdem einige Spieler wegen fehlender Leistungen aus der Mannschaft flogen“. 

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