Eiserner System-Test

Unions Fischer holt die Dreierkette raus

Trainer testet gegen Wien die neue Formation und weiß danach, wie gut die alte ist.

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Sebastian Polter (l.) und Christopher Trimmel schauen genau, was Marcus Ingvartsen mit dem Ball macht.

Sebastian Polter (l.) und Christopher Trimmel schauen genau, was Marcus Ingvartsen mit dem Ball macht.

© Matthias Koch

Dreierkette war bislang in der Vorbereitung ein Fremdwort gewesen für die Köpenicker. „Wir haben eigentlich nie darüber gesprochen“, gab Routinier Christian Gentner zu. Doch für den Union-Trainer war das kein Grund. Wenn es – bei allem Respekt – gegen einen Viertligisten geht, kann man auch mal was ausprobieren. Der Schweizer Fußballlehrer wollte daher den phasenweise zähen Vortrag nicht überbewerten.

„Man hat gesehen, dass die Jungs ein bisschen müde waren. Nach zehn Tagen Trainingslager spürt man das auch. Dazu haben wir ein bisschen am System geschraubt. Das hat alles dazu beigetragen, dass der Schwung fehlte“, analysierte der 53-Jährige den Sieg gegen den ältesten Fußballklub Österreichs.

Welcher Anzug passt am besten? 

Dennoch spricht nicht viel dafür, dass diese Änderung der Grundformation jetzt öfter zur Anwendung kommt. „Bisschen variabel muss man werden, ja, das war jetzt mal ein Versuch, ohne groß zu trainieren. Jetzt werde ich das mit den Jungs ansprechen. Und dann werden wir sehen. Es kommt eben auch auf die Spielertypen an“, sagte Fischer und betonte im gleichen Atemzug, dass die Mannschaft sich in dem verordneten System auch wohlfühlen müsse.

Den passenden Anzug zu finden, nannte er das. Womit klar wird, sein klassisches 4-2-3-1 oder eben auch ein 4-3-3 wird der normale Ausgehanzug für den Ligaalltag. Je nach Spielstand oder Gegner kann man aber auch mal den feinseidenen Schwarzen rausholen. Damit die Gegner überrascht werden. Und nicht wie am Mittwoch in Wien seine Truppe.

Festzuhalten ist, dass er angesichts des großen Kaders ausreichend Material auf Lager hat, um auch mal den feinen Zwirn rauszuholen und nicht nur die Alltagskluft.

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