Dass der Ur-Berliner in Jena sein Debüt in Unions Startaufstellung gegeben hat, ist ihm selbst zunächst gar nicht bewusst gewesen. „Das ist mir erst danach irgendwann aufgefallen“, lacht er und lässt sich im Nachklang auch davon nicht herunterziehen, dass die zwei Gegentore konterförmig über seine linke Seite eingelaufen sind.
„Wir hätten das klarer verteidigen müssen. Aber jetzt kennen wir die Fehler und wissen, wie wir sie verhindern können“, analysiert er. Das ist der eiserne Kämpfer Christopher Lenz − nicht jammern, sondern aus Fehlern lernen und stärker werden: „Wenn ein Mitspieler auf meiner Position besser ist, mache ich eben Extra-Schichten“, zeigt er sich kämpferisch, betont aber auch: „Feindschaft gibt es bei uns in der Mannschaft nicht. Selbst wenn Ken spielt, will ich trotzdem, dass wir gewinnen.“
Union die erste Wahl
Diese vorbildliche Einstellung überzeugte auch Trainer Fischer: „Christopher hat in der Vorbereitung hart gearbeitet und immer wieder gezeigt, was er kann. Den Einsatz in Jena hat er sich mehr als verdient.“
Lenz hat indes Blut geleckt und will auch künftig in der Startelf auflaufen. Ein kurzfristiger Wechsel, beispielsweise zu Ex-Leihverein Holstein Kiel, die ihn gerne behalten hätten, kommt für ihn nicht infrage. „Union ist meine erste Wahl“, betont er und verspricht: „Ich bleibe hier und setze mich durch.“
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