42 Kandidaten hatten sich bei Union beworben. Und der Gewinner heißt Norbert Düwel!
Norbert wer? Düwel? Was zum Teufel? Es ist genau das, was der KURIER prophezeite. Kein großer Name, keiner der vorbelastet an die Wuhle kommt. Sondern ein unbeschriebenes Blatt. Wichtig für den mentalen Neuanfang.
„Er ist für uns der große Wurf“, betonte Boss Dirk Zingler gleich zu Beginn der Pressekonferenz in der Eisern Lounge der Alten Försterei. Nicht umsonst geben die Eisernen ihm einen Dreijahresvertrag. Ein großer Vertrauensvorschuss für einen – wie Düwel selber sagt – „Nobody“ als Cheftrainer.
Union ist seine erste Station als Boss, wenn man mal von einem Kurzzeit-Engagement beim Bezirksligisten TSV Gräfeling absieht.
Dass er dort nicht länger verweilte, begrüßten vor allem die oberbayerischen Schiedsrichter. Mit denen hat er so manchen Straus ausgefochten.
Dem Fußball aber blieb er erhalten. Zunächst als Deutschland-Scout von Manchester United. Von 2010 war er bis zu seinem freiwilligen Ausstieg im Sommer 2013 Co-Trainer bei Mirko Slomka in Hannover. 96 verließ er, weil er endlich einen Klub eigenverantwortlich leiten wollte. Mit 12-monatiger Verzögerung hat das nun geklappt.
„Er hat uns von Anfang an mit seiner Bewerbung überzeugt“, so Zingler. Union kannte der Altöttinger aber aus eigener Anschauung. „Ich habe oft Spiele hier erlebt in meiner Zeit in Hannover.“ Zuletzt sah er die Eisernen beim 1:2 auf St. Pauli Anfang März.
Übrigens ein Herz für den Frauen-Fußball hat der dreifache Familienvater auch. 2004 führte er den FFC Wacker München als Trainer in die 2. Bundesliga. Also die Spielklasse, in die auch Unions Frauen gerade aufgestiegen sind.
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